save the plate
Altes Porzellan wird zum Unikat mit neuer Botschaft
- Neuer Glanz für altes Geschirr: Florian Ketter und Beate Seckauer.
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Beate Seckauer und Florian Ketter erwecken ausrangierte Porzellanteile zu neuem Leben. "save the plate" nennt sich das innovative Projekt, das auf künstlerische Gestaltung und technisches Upcycling setzt, um altem Geschirr einen frischen Glanz zu verleihen. Die so entstandenen Unikate sind nicht nur optisch ansprechend, sondern auch alltagstauglich.
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STEYR-LAND. "Zunächst suchen wir auf Märkten und in Altwarengeschäften ausgemusterte Porzellanteile unterschiedlichster Form und Produktion. Für die gestalterische Arbeit haben wir spezielle Glasuren entwickelt - manche davon bestehen beispielsweise aus Erde von Langenloiser Weingärten – mit denen die Stücke, je nach Inspiration, Form und Größe künstlerisch überarbeitet werden. Anschließend werden sie ein zweites Mal hoch gebrannt", erklären die Initiatoren von "save the plate".
Jeder Teller ist danach in zweierlei Hinsicht praktisch neu: einerseits ist das Erscheinungsbild völlig anders, andererseits sind alle Abnützungserscheinungen beseitigt, weil die Originalglasur wieder komplett ausgeschmolzen und geschlossen ist. „Was vorher wie ein Museumsrest aussah, wird zu einem modernen, alltagstauglichen Kunstobjekt. Und ja – spülmaschinenfest sind sie auch,“ lacht Seckauer. So entstehen echte Unikate – mit Vergangenheit, aber ohne Kratzer.
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Bewusstes Kombinieren statt Gleichförmigkeit
Doch save the plate ist mehr als ein Recyclingprojekt. Es versteht sich auch als Kommentar zur veränderten Tischkultur. „Früher hatte man ein einheitliches Service für Festtage – heute leben wir diverser, bunter, individueller. Warum also nicht auch den Tisch so decken?“ meint Seckauer. Statt perfekter Gleichförmigkeit setzen sie auf das bewusste Kombinieren: Teller in verschiedenen Größen, Formen und Farben dürfen nebeneinander bestehen – wie die Menschen, die an einem Tisch sitzen.
Dieser Ansatz verändert auch das Denken über Wertigkeit: „Man muss nichts nachkaufen, nichts perfekt ergänzen. Man darf kombinieren, gestalten, spielen. Das ist nicht nur nachhaltig – das ist auch demokratisch.“ Die Idee: Design darf Freude machen, Herkunft zeigen und Ressourcen achten.
Am Ende steht ein Gedanke, der berührt: „Wir verstehen unsere Arbeit auch als Hommage an das Porzellan selbst – an seine Geschichte, an das Handwerk. Sie sollen uns weiter Freude machen, sie sollen wieder gebraucht und verwendet werden, denn in ihnen steckt viel Energie, Wissen und manchmal auch ganz persönliche Erinnerungen."
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Präsentiert wird "save the plate" am 8. Mai, um 18 Uhr, in den Räumen der Kulturellen Bestandsaufnahme Brotfabrik Wien. Öffnungszeiten: 09. + 10. Mai 2025, 10.00 - 18.00 Uhr.
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