Vom Boom zum Bürgerkrieg: Steyr 1914 – 1934

Zerschossene Träume: Grundlage des Sujets der Ausstellung ist das historische Logo der Steyr-Werke, künstlerisch bearbeitet von Andreas Mares.
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  • Zerschossene Träume: Grundlage des Sujets der Ausstellung ist das historische Logo der Steyr-Werke, künstlerisch bearbeitet von Andreas Mares.
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  • hochgeladen von Sabine Thöne

STEYR (maw). Anlässlich der Erinnerung an die historischen Wendepunkte 1914 und 1934 widmet sich eine neue Ausstellung im Museum Arbeitswelt Steyr auch den prägenden Jahren dazwischen. Im Fokus steht die Geschichte einer Stadt im Zeitalter der Extreme. Die mit Spannung erwartete Schau wird am Dienstag, 8. April, um 19 Uhr eröffnet. Der Eintritt ist frei.

Rüstungsboom
„Vom Boom zum Bürgerkrieg“ nimmt den 100. Jahrestag des Kriegsausbruchs zum Anlass, um anhand des lokalen Beispiels bislang weitgehend unbekannte Blickwinkel auf den Ersten Weltkrieg und die Erste Republik zu eröffnen. Im Fokus steht die Geschichte der Industrieregion Steyr, die zunächst von Rüstungsboom und Expansion der Steyr-Werke, später von einer wirtschaftlichen Dauerkrise geprägt ist. Eine der größten „Waffenschmieden“ Europas wird binnen kurzer Zeit zum Sinnbild für Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, Mangelernährung und daraus resultierender Konflikte, an deren Ende die Kämpfe des Februars 1934 stehen.

Zeitgeschichte, spürbar in Szene gesetzt
Im Zentrum der Präsentation stehen die Bewohner Steyrs. „Als Konstante zieht sich der Blick auf den Alltag durch die Ausstellung. Ein zentrales Augenmerk liegt auf der Frage, mit welchen Veränderungen die Menschen konfrontiert sind und wie sie damit umgehen. Darin steckt auch eine Menge Gegenwartsbezug“, sagt Museumsgeschäftsführerin Katrin Auer.
Erzählt wird von starken Frauen und verunsicherten Eliten, desillusionierten Soldaten und militanten Arbeitslosen, hungernden Kindern und „neuen Menschen“. Zeitgeschichte wird spür- und erlebbar in Szene gesetzt. Auer: „Wir haben uns aus diesem Grund ganz bewusst für eine Gestaltung entschieden, die es den Besuchern erlaubt, mit dem Geschehen auf Tuchfühlung zu gehen.“

Eröffnung mit Ministerin
Offiziell eröffnet wird die Schau durch Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Bürgermeister Gerald Hackl. Die Festrede hält Österreichs wohl bekanntester Zeithistoriker, Oliver Rathkolb. Kurator Florian Wenninger (Universität Wien) gewährt einen ersten Einblick in die Ausstellung.
Für die musikalische Umrahmung sorgt das 1923 gegründete Steyrer Mandolinenorchester „Arion“. Mit Spannung erwartet wird eine Lese-Performance von Lili Sieberer und Bernhard Schmalzel mit einer Collage zeitgenössischer literarischer Texte. Der Eintritt zur Eröffnungsveranstaltung ist frei. Aufgrund der zu erwarteten großen Nachfrage und der gleichzeitig beschränkten Platzkapazität wird um Anmeldung gebeten.

Kontakt:
Museum Arbeitswelt Steyr
Wehrgrabengasse 7, A-4400 Steyr
Tel. 07252/77351
http://www.museum-steyr.at
http://www.youtube.com/user/MuseumArbeitswelt
https://www.facebook.com/MuseumArbeitsweltSteyr

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