Tipps von der Polizei
Warum gekippte Fenster Einbrechern die Arbeit erleichtern
- Die Polizei rät in der dunklen Jahreszeit zu erhöhter Aufmerksamkeit und wirksamen Schutzmaßnahmen.
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Um Einbrüchen vorzubeugen, setzt Polizei auf Aufklärung, Prävention und die Mithilfe der Bevölkerung.
STEYR-LAND. Mit den kürzer werdenden Tagen und der früh einsetzenden Dunkelheit steigt alljährlich auch das Risiko von Einbrüchen. Davor warnt Bezirksinspektor Manfred Garstenauer von der Polizeiinspektion Garsten. „Einbrecher schlagen bevorzugt in den frühen Abendstunden zu und wählen gezielt Objekte aus, bei denen klar ist: Niemand ist zuhause“, erklärt er.
Im Schutz der Dunkelheit werden Fenster und Türen aufgehebelt, anschließend durchsuchen die Täter Häuser und Wohnungen oft innerhalb weniger Minuten. Besonders begehrt sind Bargeld, Schmuck und andere leicht transportierbare Wertgegenstände.
Die Polizei setzt deshalb verstärkt auf Präventionsarbeit. Neben technischen Sicherungen wie Alarmanlagen können bereits einfache Maßnahmen dazu beitragen, das Einbruchsrisiko deutlich zu senken. So empfiehlt Garstenauer etwa den Einsatz von Zeitschaltuhren, um Anwesenheit vorzutäuschen. Ebenso wichtig sei es, keine offensichtlichen Hinweise auf eine längere Abwesenheit zu hinterlassen. „Volle Briefkästen, unbeleuchtete Häuser oder offenstehende Garagen sind für Einbrecher klare Signale“, erklärt Bezirksinspektor Garstenauer.
Einbrüche im Vorfeld verhindern
Auch rund um das Haus sollten mögliche Hilfsmittel für Täter beseitigt werden. Leitern oder andere Aufstiegshilfen gehören verstaut. Besonderes Augenmerk legt die Polizei auf Fenster und Terrassentüren. „Ein gekipptes Fenster ist wie ein offenes – das wird oft unterschätzt“, betont Garstenauer.
Um Einbruchsdelikte einzudämmen, führt die Polizei derzeit gezielte Schwerpunktkontrollen durch und spricht bei Streifengängen immer wieder direkt mit Anwohnern. Dabei werden mögliche Schwachstellen an Häusern und Wohnungen aufgezeigt und Tipps zum Schutz des Eigentums gegeben. Ziel ist es, das Sicherheitsbewusstsein in der Bevölkerung zu stärken und Einbrüche bereits im Vorfeld zu verhindern.
Aufmerksame Nachbarn
Eine wichtige Rolle spielen dabei auch aufmerksame Nachbarn. „Untereinander aufpassen und ungewöhnliche Beobachtungen oder verdächtige Situationen sofort melden, am besten über den Notruf 133“, appelliert Garstenauer. Wer nach Hause kommt und Anzeichen eines Einbruchs entdeckt, sollte keinesfalls selbst Nachschau halten. Stattdessen rät die Polizei, gleich den Notruf zu wählen und außerhalb des Gebäudes auf die Einsatzkräfte zu warten.
Haus- und Wohnungseigentümer können zudem eine kostenlose Beratung durch die Polizei in Anspruch nehmen, um mögliche Sicherheitslücken am eigenen Objekt erkennen und beheben zu lassen.
Präventions-Tipps
• Lassen Sie ein Licht an, wenn Sie außer Haus gehen. Zeitschaltuhren sind empfehlenswert!
• Fenster, Terrassen- und Balkontüren beim Verlassen des Hauses immer geschlossen halten!
• Außenbeleuchtungen installieren lassen!
• Zeichen der Abwesenheit vermeiden: Überfüllte Briefkästen, eine verschneite Hauseinfahrt oder fehlende Beleuchtung, sind eine Einladung für jeden Einbrecher!
• Achten Sie auf verdächtige Personen oder Vorfälle in der Nachbarschaft! Notieren Sie, Autokennzeichen oder andere Anhaltspunkte und melden Sie diese bei der Polizei!
• Schmuck und ID-Nummern von Geräten abfotografieren!
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