Oberösterreich vertieft Zusammenarbeit mit Finnland
- Botschafterin Elisabeth Kehrer, Landesrätin Doris Hummer, Wirtschaftsdelegierter Herwig Palfinger (v. l.).
- hochgeladen von Sandra Kaiser
Delegation aus Oberösterreisch verschaffte sich Einblick in die finnische Forschungs- und Bildungslandschaft.
LINZ, HELSINKI. "In Oberösterreich brauchen wir eine stärkere, wissenschaftsbasierte und praxisorientierte Lehrerausbildung. Hier können wir uns etwas von den Finnen abschauen", so Bildungslandesrätin Doris Hummer über die Lehrer-Ausbildung in Finnland. Der Lehrer-Beruf ist in Finnland sehr beliebt. Demensprechend groß ist das Interesse an der der Ausbildung. Jährlich können nur rund sieben Prozent der Bewerber die Master-Ausbildung zum Lehrer beginnen. Bei der Auswahl wird neben der fachlichen- und pädagogischen Kompetenz auch auf die Forschungsbereitschaft der Bewerber großer Wert gelegt. Bildung, Innovationen und Höchstleistungen im Bereich Forschung und Entwicklung werden in dem skandinavischen Land als Schlüsselfaktoren für nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Wohlstand gesehen. Dementsprechend wird auch in Forschung und Entwicklung investiert: Bei den Ausgaben in Forschung & Entwicklung liegt Finnland mit 3,55 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) im Vergleich zu Österreich mit 2,84 Prozent vorne. "Im Forschungsbereich kann Oberösterreich gut mithalten. Wir haben gute Netzwerke. Hier gilt die Devise: Kräfte bündeln um noch erfolgreicher bei EU-Projekten oder im internationalen Vergleich zu sein", so Hummer.
Neue Kooperationen
Forschungskooperationen zwischen Finnland und OÖ bestehen bereits. So arbeitet beispielsweise die Technische Universität Tampere bereits mit der Johannes Kepler Universität und dem LCM (Linz Center of Mechatronic) zusammen. Im Zuge der Delegationsreise konnte die Upper Austrian Research GmbH (UAR) zwei weitere Kooperations-Absichtserklärungen unterzeichnen. So soll mit der FIMECC Ltd. (Finnish Metals and Engineering Competence Cluster) und der Alto University, Department of Forest Products Technology noch enger zusammengearbeitet werden.
Fotos: Kaiser/Land OÖ - Lars Kastilan
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