04.12.2017, 09:03 Uhr

Neue Obfrau für den Verein Eisenstraße OÖ

Rudolf Stoderegger, Felix Fösleitner, Regina Aspalter, Katrin Auer, Christian Dörfel, August Pfaffenhuemer (v. li.). (Foto: Verein Eisenstraße OÖ)
BEZIRK. Im Süden Oberösterreichs, dem oö. Ennstal, Steyrtal, Kremstal, Pyhrn-Priel sowie dem Raum Bad Hall – Steyr liegen verstreut die Zeugen der einst so pulsierenden Kleineisenindustrie und Sensenwerke. Entlang der Flüsse, die ihre Kraft den Menschen zur Verrichtung ihrer täglichen Arbeit an den Hämmern zur Verfügung stellten, siedelten sich unzählige Kleinbetriebe an, die eine Vielzahl verschiedenster Finalprodukte aus dem Eisen des Erzberges herstellten.
Diese Geschichte lebt heute nach wie vor in den zahlreichen Museen- und Schaubetrieben erlebnisreich und spürbar beim Begehen der Themenwege. Einzigartig ist die heute noch aktive Manufaktur von traditionellen Taschenfeiteln oder der Maultrommel, Kleineisenwaren, die schon seit hunderten Jahren an der Eisenstraße ohne Unterbrechung hergestellt werden. Die Eisenstadt Steyr mit ihrem prächtigen historischen Stadtkern zeugt vom einstigen Reichtum der dominierenden Eisenindustrie.
Nicht nur die Kultur, auch die Wirtschaft lebt weiter. Die zahlreichen Hightech-Betriebe in der Region wie BMW-Steyr, die Mannlicher Waffenschmiede und die MAN-Nutzfahrzeuge sind die Nachfahren der einst blühenden Eisenbetriebe unserer Region.

Der Verein „Eisenstraße Oberösterreich“

Der Verein Eisenstraße Oberösterreich wurde im Sommer 1990 gegründet. Ziel war von Beginn an die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Eisenverarbeitung in der Region – sowie die Integration dieses kulturhistorischen Potenzials in die Regionalentwicklung.
Bei der Jahreshauptversammlung im Oktober 2017 wurde Mag. Katrin Auer als neue Obfrau des Vereins Eisenstraße einstimmig gewählt. Auer, die hauptberuflich Geschäftsführerin im Museum Arbeitswelt Steyr ist, tritt sehr gerne die Nachfolge des bisherigen Obmanns, Konsulent August Pfaffenhuemer an, um die vereinsinternen Aktivitäten in den kommenden drei Jahren gemeinsam mit dem neuen Vorstand ehrenamtlich zu gestalten.
Neben August Pfaffenhuemer, der weiterhin sein Wissen als Fachbeirat einbringen wird, konnten zusätzlich als neue Vorstandsmitglieder die Landtagsabgeordnete Regina Aspalter, Vizebürgermeisterin der Stadt Steyr Ingrid Weixlberger, Markus Berger (Knappenhaus Unterlaussa), Wolfgang Hack (www.eisenstrassen.info) und Martin Osen (Sensenschmiedemuseum Micheldorf) gewonnen werden.
Bereits im Frühjahr/Sommer 2017 wurde vom Vereinsvorstand in Kooperation mit dem Verbund Oberösterreichischer Museen eine Umfrage mit persönlichen Besuchen in allen Partnermuseen durchgeführt. Obfrau und Vorstand werden im kommenden Jahr die gesammelten Ideen und Wünsche der Eisenstraße-Museen nach stärkerer Vernetzung und gemeinsamer Vermarktung weiterentwickeln, um die Chance der Neustrukturierung der Tourismusregionen und die Mitwirkung am Leader-Projekt Eisenstraßen-Info von Wolfgang Hack bestmöglich nutzen zu können. Ziel ist die innovative Neupositionierung der Eisenstraße in Oberösterreich als fester Bestandteil der Natur- und Kulturregion Eisenwurzen, um zur Stärkung und Vermittlung der regionalen Identität maßgeblich beitragen zu können.
Bei der Amtsübergabe in Steinbach an der Steyr wurde im Alten Pfarrhof von Mitgliedern des neuen Vorstandes ein Eichenbaum gepflanzt, der von August Pfaffenhuemer als Symbol für die Kraft und Wurzeln der Region gestiftet wurde.
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