Umweltschutz
Fischwanderung wird ermöglicht

Der Bestand der wandernden Süßwasserfische ist bereits um 76 Prozent zurück gegangen.
  • Der Bestand der wandernden Süßwasserfische ist bereits um 76 Prozent zurück gegangen.
  • Foto: WWF
  • hochgeladen von Nadine Isser

Fischwanderung soll beim Kraftwerk in Gries am Brenner schon bald möglich sein.

GRIES A. BR. (nais). Der WWF klagt über durch Hindernisse unmöglich gemachte Fischwanderungen, durch die das Artensterben weiter vorantreibt. Seit 1970 konnte man einen weltweiten Rückgang von  migrierenden Süßwasserfischen um 76 Prozent verzeichnen. Betroffen sind auch heimische Fische wie die Bachforelle oder die Äsche. Von diesen Hindernissen gibt es leider eine ganze Reihe - auch im Stubaital und im Wipptal. „Das massivste Hindernis ist das Ruetzkraftwerk in der Gemeinde Schönberg im Stubai. Weitere nicht fischpassierbare Wildbachverbauungen befinden sich flussaufwärts von Neustift. Am unteren Ortsende von Gries am Brenner wurde ein Kraftwerk neu umgebaut. Dieses war aufgrund der natürlichen Gegebenheiten vor Ort schon flussaufwärts nicht passierbar. Seit dem Umbau kann nun auch der Abstieg für Fische tödlich enden, da dort das Wasser mit voller Wucht auf einen Felsen prallt.“, so Marianne Götsch, Gewässerschutzexpertin beim WWF Österreich.

Gute Nachrichten

Doch der Bürgermeister Karl Mühlsteiger gibt sich optimistisch: „Bereits vor Errichtung der Wehranlage befand sich an dieser Stelle ein natürliches Wanderhindernis für Fische. Die Errichtung des Kraftwerks wurde daher auch ohne weitere Auflagen diesbezüglich vor vielen Jahren genehmigt. Natürlich ist die Gemeinde aber bestrebt, die Situation zu verbessern und es besteht immer wieder Kontakt zur betroffenen Fischereigesellschaft. Im Rahmen des Verfahrens zur Wiederverleihung, durchgeführt vom Umweltreferat der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck, Ende des Jahres 2017 wurde besprochen, man wolle bei nächster Gelegenheit ca. 5 lfm flussabwärts der Wehranlage mit Wasserbausteinen einen kleinen Sohlgurt herstellen, welcher das Wasser aufstaut und somit einen Gumpen erzeugt, in welchen sowohl das Dotierwasser als auch das Überwasser laufen wird. Mit dieser Änderung wird der Fischabstieg gefahrlos möglich sein. Eine Gelegenheit für diese Adaption wird sich aller Voraussicht nach bald ergeben.“

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