55 Kilometer BBT fertig
Tunnelbohrmaschine „Wilma“ ist durch – MeinBezirk-Leserin war live dabei
- MeinBezirk-Leserin Helga Morandell (2.v.r.) mit der Helga Morandell mit der Projektleitung in Gestalt von Sebastian Detrich, Maria Felderer und Michael Knapp (v.l.)
- Foto: BBT SE/Schnittraum
- hochgeladen von Tamara Kainz
Tunnelbohrmaschine "Wilma" vollendete die erste durchgehende Haupttunnelröhre im Brenner Basistunnel (BBT). Am Endziel traf sie wieder auf ihre "Taufpatin", MeinBezirk-Leserin Helga Morandell.
WIPPTAL/INNSBRUCK. Mit der Ankunft von "Wilma" an der Baulosgrenze H53 Pfons-Brenner ist erstmals ein kompletter Eisenbahntunnel bzw. die westliche Hauptröhre des BBT mit einer Länge von 55 Kilometern ausgebrochen. Dieser Meilenstein ist ein ganz besonderer, denn damit gibt es nun erstmals eine durchgehende Verbindung von der Sillschlucht bis nach Franzensfeste.
MeinBezirk-Leserin taufte Tunnelbohrmaschine
MeinBezirk hat die Projektgesellschaft BBT SE seinerzeit bei der Namensfindung von „Wilma“ begleitet. Der Vorschlag von MeinBezirk-Leserin Helga Morandell aus Kaltern gefiel am Besten und so wurde die Tunnelbohrmaschine 2024 auf den Namen "Wilma" getauft: „Wilma ist die weibliche Form von Wilhelm; der Name Wilhelm setzt sich aus 'willio' (Wille) und 'Helm' (Schutzhelm) zusammen. Der BBT wird mit großem Willen umgesetzt. Auch der Schutz ist ein sehr wichtiges Thema, vor allem im Bauingenieur-Sektor", erklärte die Südtirolerin bei der großen Andrehfeier vor fast genau zwei Jahren. Damals durfte sie den Startknopf für Wilmas Reise drücken – und am Dienstag war Morandell auch beim finalen Durchbruch vor Ort.
Emotionaler Moment
Bis zum Wiedersehen an Wilmas Endziel hatte diese knapp 7,5 Kilometer Vortrieb hinter sich gebracht, dabei geologisch anspruchsvolle Störzonen durchquert und mehr als 23.000 Tübbinge verbaut. Als sich der 260 Tonnen schwere Bohrkopf schließlich durch die letzten Zentimeter des Gebirges arbeitete, waren Erleichterung, Freude und Stolz bei den Mitarbeitern der BBT SE sowie der ausführenden Arbeitsgemeinschaft H53 Brenner Basistunnel groß. Mit dem erfolgreichen Durchschlag ist die westliche Haupttunnelröhre des Brenner Basistunnels nun erstmals über ihre gesamte Länge von rund ca. 55 Kilometern komplettiert. Von der Sillschlucht bei Innsbruck bis nach Franzensfeste in Südtirol fügt sich damit eine Vielzahl einzelner Tunnelabschnitte zu einem durchgehenden Haupttunnel zusammen.
Zur Sache
Am 18. September 2024 wurde „Wilma“ im Baulos H53 Pfons–Brenner offiziell gestartet. Von dort arbeitete sich die Tunnelbohrmaschine in Richtung Innsbruck durch das Gebirge. Mit einer Gesamtlänge von rund 180 Metern, einem Bohrdurchmesser von über zehn Metern und einem Gesamtgewicht von rund 2.700 Tonnen ist „Wilma“ sozusagen eine Fabrik im Berg. Während sich vorne der Bohrkopf durch das Gestein arbeitete, wurden Tübbinge per Baustellenzug angeliefert (wir berichteten) und automatisch eingebaut und das Ausbruchmaterial über Förderbandanlagen abtransportiert. Das Gestein wurde von der Tunnelbaustelle direkt zur nahen Deponie Padastertal befördert.
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