Ehepaar mit Hubschrauber gerettet
Neustift – Wanderer auf 3200 Metern völlig erschöpft
- Auf rund 3200 Metern (im Bild ist der Ausgangspunkt, die Nürnberger Hütte, zu sehen) geriet ein deutsches Ehepaar bei einer Hochtour in den Stubaier Alpen in eine alpine Notlage.
- Foto: TVB Stubai
- hochgeladen von Tamara Kainz
Ein deutsches Ehepaar geriet am Dienstag bei einer Hochtour in den Stubaier Alpen in eine alpine Notlage. Die beiden waren auf rund 3200 Metern völlig durchnässt und erschöpft und konnten nicht mehr selbstständig weitergehen. Ein zufällig vorbeikommender Bergführer setzte schließlich den Notruf ab.
NEUSTIFT IM STUBAITAL. Ein 69-jähriger Deutscher und seine 70-jährige Ehefrau starteten am 25. August gegen 8 Uhr von der Nürnberger Hütte zu einer Hochtour mit dem Ziel Becherhaus.
Obwohl die beiden eigentlich über die Freigerscharte aufsteigen wollten, verpassten sie kurz nach der Nürnberger Hütte eine Abzweigung. Dadurch gelangten sie auf den ebenfalls schwarz markierten Bergweg über Seescharte, Gamsspitzl und Signalgipfel.
Wetter verschlechtert sich
Zu Beginn der Tour regnete es bereits. Entgegen der Wettervorhersage verschlechterte sich das Wetter im Tagesverlauf weiter. Auf einer Seehöhe von rund 3200 Metern erreichte das Ehepaar schließlich eine mit einem Kletterseil gesicherte Steilpassage.
Dort trauten sich die beiden nicht mehr weiter und beschlossen, zur Nürnberger Hütte zurückzukehren. Zu diesem Zeitpunkt waren sie bereits völlig durchnässt, leicht unterkühlt und stark erschöpft.
- Erst nach einer Wetterbesserung konnten die beiden mit einem Hubschrauber ins Tal gebracht werden. (Symbolbild)
- Foto: ÖAMTC / Symbolbild
- hochgeladen von MeinBezirk Tirol
Bergführer setzt Notruf ab
Gegen 14.30 Uhr traf zufällig ein Bergführer rund 100 Höhenmeter nordöstlich unterhalb des Signalgipfels auf die beiden Wanderer. Er versorgte das Ehepaar mit trockener Kleidung und etwas Essen und versuchte anschließend, gemeinsam mit ihnen in Richtung Nürnberger Hütte abzusteigen.
Da einer der beiden kaum noch selbstständig gehen konnte, setzte der Bergführer gegen 15.30 Uhr einen Notruf ab.
Hubschrauber bringt Ehepaar ins Tal
Die alarmierte Bergrettung machte sich teilweise zu Fuß und teilweise mit Unterstützung des Hubschraubers des Bundesministeriums für Inneres auf den Weg zum Einsatzort.
Gegen 17.30 Uhr erreichten die ersten Bergretter die beiden Wanderer. Das stark erschöpfte Ehepaar wurde mit dem mitgeführten Wärmemanagement aufgewärmt.
Wegen des immer wieder aufziehenden Nebels war eine Bergung mit dem Hubschrauber zunächst nicht möglich. Als sich die Sichtverhältnisse schließlich kurz verbesserten, konnten die beiden gegen 18 Uhr mit dem Hubschrauber unverletzt geborgen und ins Tal gebracht werden.
Der Beitrag wurde auf der Grundlage von Berichten verfasst, die die Polizeidienststellen in Tirol laufend der Landespolizeidirektion Tirol erstatten.
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