12.12.2017, 14:42 Uhr

LA Riedl: "Es ist noch Luft nach oben"

Mit 21.000 von der Bundesstraße auf die Autobahn verlagerten Lkw wurde das Ziel von 40.000 nicht erreicht.

WIPPTAL (kr). Durch den alpenquerenden Schwerverkehr und auch durch den Ziel- und Quellverkehr ist das Wipptal verkehrstechnisch seit Jahren stark belastet. Für 2017 hatte man sich das Ziel gesetzt, rund 40.000 Lkw mit verschiedenen Maßnahmen von der Bundesstraße auf die Autobahn zu verlagern – dieses Ziel wurde mit 21.000 verlagerten Lkw jedoch nicht erreicht. Ein Landtagsbeschluss, der in dieser Woche beschlossen werden soll, soll nun 250.000 Euro zur Verfügung stellen, um in den kommenden Jahren weitere Maßnahmen diesbezüglich umsetzen zu können.

Landtagsbeschluss 2015

Um die Wipptaler Bevölkerung zu entlasten und auch Nachteile für die ansässigen Unternehmen zu verbessern, wurde im Jahr 2015 vom Tiroler Landtag der Beschluss gefasst, dem Planungsverband Wipptal für entsprechende Maßnahmen 250.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Mit diesem Geld wurde beispielsweise die Refundierung der Sondermaut für Frächter-Unternehmen finanziert: Frächter bekamen damit 60 Prozent der gesamten Mautkosten zurück, wenn sie die Autobahn und nicht die Bundesstraße benutzten. Diese 60 Prozent entsprechen 100 Prozent der Sondermaut. Die Förderung betraf die Strecke von Innsbruck Süd bis Brennersee bzw. retour. Die Maßnahme wurde von den Frächtern jedoch nicht in dem Maße angenommen wie vermutet.

21.000 statt 40.000

Die Zielsetzung bis zum Jahr 2017 war, rund 40.000-50.000 Lkw von der Bundesstraße auf die Autobahn verlagern zu können, um somit die Lebensqualität im Wipptal zu fördern. Da die Maßnahmen jedoch nicht zur Gänze angenommen wurden, liegt man nun bei 21.000 Lkw, die verlagert werden konnten.

Zu hoch gegriffen

"Wir müssen weiterhin mit Hochdruck an diesem Problem arbeiten", stellt Landtagsabgeordneter Florian Riedl klar. In der dieswöchigen Sitzung des Tiroler Landtages soll deshalb nun eine weitere Unterstützung der Region für eine Verbesserung der Verkehrsproblematik in der Höhe von 250.000 Euro beschlossen werden.
LA Riedl betont: "Bedauerlicherweise haben die bisherigen Maßnahmen nicht zu dem Erfolg geführt, den wir uns ursprünglich vorgestellt haben." Außerdem sei die Zahl von 40.000 Lkw, die verlagert werden sollten, zu hoch gegriffen gewesen, so Riedl weiter: "Bei der Zahl waren nicht nur Lkw, sondern auch Lkw-ähnliche Fahrzeuge beinhaltet." Laut Verkehrsbericht 2016 fahren rund 142 Lkw pro Tag auf der B 182 Brennerstraße – das sind ca. 50.000 pro Jahr.
"Bei 21.000 verlagerten Lkw von der Bundesstraße auf die Autobahn – das entspricht rund 45 Prozent – ist sicherlich noch Luft nach oben. In der kommenden Zeit werden wir Maßnahmen ausarbeiten, um das Problem weiterhin zu verbessern", so LA Florian Riedl abschließend.
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