10.09.2014, 17:01 Uhr

NR Hörl: Skifahren ist immer noch "in"

INNSBRUCK. Wenig abgewinnen kann Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs, Aussagen, wonach Skifahren nicht mehr "in" sei und dessen wirtschaftliche Bedeutung ständig abnehme. Dies wird in der Diskussion um einen Brückenschlag durch die Kalkkögel immer wieder von Projektgegnern betont.

"Dies mag an Orten und in Regionen der Fall sein, in denen man sich zu früh auf den Lorbeeren vergangener Tage ausgeruht hat. Doch dort, wo das Angebot attraktiv geblieben und man mit der Zeit gegangen ist, trifft dies nicht zu. Österreich zählt mehr denn je zu den Vorzeigebeispielen, wie man es richtig macht", betont Hörl.

Inzwischen sei jeder sechste weltweite Skierday „östereichisch“ – insgesamt gab es in Österreich im Winter 2012/13 54,2 Millionen Skierdays. Auch der Branchenumsatz der 254 Seilbahnen konnte im Saisonverlauf 2012/13 von 1.158 Mio. auf 1.243 Mio. € und damit um rund 7% zum Vorjahr gesteigert werden.

Für Hörl steht hinter diesen Zahlen vor allem eine unternehmerische Erfolgsgeschichte: "Unsere Seilbahner arbeiten nicht für das schnelle Befüllen ihrer Geldtaschen. Sie agieren seit jeher nachhaltig, vorausblickend und integrierend. Letzteres bedeutet, dass sie nicht nur in die eigene Infrastruktur investieren, sondern immer auch die Gemeinden und Regionen mitprägen."

So liege in Österreich der Wertschöpfungsfaktor von Seilbahn-Arbeitsplätzen bei 5. “Das heißt, dass 1000 Euro an Löhnen, Gehälter und Gewinne bei den Bergbahnen zu einem volkswirtschaftlichen Einkommen von 5000 Euro in der Region führen", veranschaulicht Hörl die Bedeutung der Seilbahnen auf die Entwicklung des ländlichen Raums in Österreich.

Noch immer kommen mehr als 70% der Winterurlauber laut ÖVP wegen dem Skifahren nach Österreich, dazu noch 16% wegen dem Snowboarden. "Zudem bleibt der Altersdurchschnitt der Skifahrer über Jahre hinweg in etwa gleich bei 38 Jahren. Ein Drittel der alpinen Wintersportler ist unter 30 Jahren, 23 Prozent der Gäste sind Familien. Vom Ende der Skifahrergeneration kann also keine Rede sein", so Hörl.

Wichtig sei, dass Österreichs Seilbahnunternehmen ihre Vorreiterrolle in Sachen Technik und Qualität absichern und weiterhin auf eine betriebswirtschaftlich gesunde Entwicklung setzen würden. "Ein großer Vorteil dabei ist vor allem die Besitzerstruktur der heimischen Bahnen. Diese weist im Vergleich zum Ausland überwiegend bzw. ausschließlich lokale und regionale Beteiligte auf und wird nicht – wie anderorts üblich – von Investoren aus der Ferne gelenkt.", erklärt Hörl.
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