jüdisch

Beiträge zum Thema jüdisch

Politik
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Wiener Spaziergänge
Vom Praterstern ins Viertel Zwei, 4

Stell dir vor, du darfst deine Abschlussprüfung nicht antreten, weil du jüdischer Herkunft bist, ob religiös oder nicht. Du bist ein renommierter Professor, und du wirst vom Arbeitsplatz weggejagt. Nur so. Und bald landet man im KZ und ist nach Foltern und/oder Hunger ermordet. - Gott sei Dank können wir uns das gar nicht vorstellen. Das birgt aber die Gefahr, dass wir es langsam vergessen, und dann kann es wieder passieren. Im Park, in dem die Wirtschaftsuni-Gebäude stehen, siehst du ein...

  • 16.02.20
Lokales
4 Bilder

Wiener Spaziergänge
Vom Praterstern ins Viertel Zwei, 2

Im Wurstelprater haben wir eine Gedenktafel gefunden. Etwa dort, wo im Sommer die Lilliputbahn fährt, war in der 1.Hälfte des 20. Jh.-s das Vivarium;  ein biologisches Forschungsinstitut, Teil der Akademie der Wissenschaften. Da Gründer und Direktor jüdischer Abstammung waren, wurde in der Nazizeit das Institut zugesperrt, die Wissenschaftler verschleppt. Einer der Gründer wurde in der KZ Theresienstadt ermordet. Direkt neben dieser Tafel blüht ein wild wucherndes Etwas, Mitte Februar mit...

  • 16.02.20
Freizeit
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Rezept
Rezept Budapester Bohnen

Zugegeben, keine Fastenspeise, aber es ist unglaublich köstlich. Für die Budapester Bohnen (für 4 Personen) nehme ich am besten steirische Käferbohnen, aber alle anderen Bohnen sind auch möglich. Ich weiche 25 dag trockene Bohnen in kaltem Wasser ein, und ich wechsle 2-3x am Tag das Wasser. Das spült Stoffe heraus, die sonst Blähungen und Bauchdrücken verursachen könnten. - Nach 2 Tagen bereite ich dann die Speise zu. Idealerweise in einem TL Gänseschmalz (oder anderem Fett) lasse ich 2...

  • 08.12.19
Politik
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Wiener Spaziergänge
Ermordet

Nicht nur im 2. Wiener Gemeindebezirk, aber dort besonders oft: Beim Spazieren stößt man häufig auf Stolpersteine, die in Erinnerung rufen, dass in diesem oder jenem Haus von den Nazis in den 1940-er Jahren des 2. Weltkrieges unschuldige MitbürgerInnen zusammengepfercht wurden, um von dort in die Vernichtungslager transportiert zu werden. "Konzentrationslager" ist ein beschönigendes Wort. Es wurde dort nichts "konzentriert", sondern in industriellen Maßstäben, technisch perfekt gemordet....

  • 29.11.19
  •  1
Politik
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Europa
Schöne Menschen

Auf der Ringstraße kann man noch bis Ende Mai den Heldenplatz-Zaun entlang eine Reihe großer Portraitfotos sehen. Es sind schöne alte Menschen, würdevolle, ernste Gesichter. Neben den Bildern je eine kleine Tafel, woraus ersichtlich wird, dass die Jüngsten 1939 geboren sind, die Ältesten 1922. Einige sind schon verstorben. Die Fotos wurden 2014 gemacht. Der Künstler Luigi Toscano hatte die Idee, uns mit der Tatsache zu konfrontieren, dass diese schönen alten Menschen alle in der Hölle waren,...

  • 25.05.19
  •  2
Freizeit
5 Bilder

Tagesausflug
Bratislava, jüdische Spuren

In der heutigen slowakischen Hauptstadt gibt es ein Holokaust-Denkmal, zur Erinnerung an die 105 tausend ermordeten slowakischen Juden während des Zweiten Weltkrieges. Dahinter die Brücke, die von der Autobahn in die innere Stadt führt - eine architektonische Sünde - und für diesen Brückenbau hat man 1969 eine der 2 Synagogen abgetragen. Heute erinnert ein Schattenbild an einer schwarzen Marmorplatte daran. - Beim Spazieren sahen wir einige Gedenktafeln, jüdische Bürger lebten und wirkten hier,...

  • 22.05.19
  •  1
  •  1
Lokales
3 Bilder

Wiener Spaziergänge
Manès Sperber Park im 2. Bezirk

Die ersten Sonnerstrahlen haben die Menschen aus den Häusern in den Park gelockt. Der Manès Sperber Park im 2.Bezirk ist nach dem altösterreichisch-jüdisch-französischen Schriftsteller und Philosophen benannt, der von 1905 bis 1984 lebte. Er durchlitt fast das ganze 20. Jahrhundert, könnte man sagen.

  • 15.02.19
Reisen
Ruinenbeisel in einem Abbruchhaus, jüdisches Viertel
26 Bilder

Budapest - jüdisch

Die erste Budaer Synagoge wurde 1307 erbaut, aber nach wenigen Jahrzehnten zerstört. Die Geschichte der Juden ist auch hier eine Abfolge von ruhigeren Perioden und unmenschlicher, unbegreiflicher Verfolgung. Gegen Ende des 19.Jh.-s gab es in Budapest - Wien vergleichbar - eine blühende gebildete jüdische Bürgerschicht. Im 20.Jh. erwachte wieder die Giftschlange Antisemitismus. Das klingt harmlos - natürlich "erwachte" sie nicht, sondern wurde von manipulativen miesen Politikern zum neuen...

  • 11.10.14
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