Update Coronavirus
Tourismusorte leiden besonders

Seefelder Bürgermeister Werner Frießer: "Ich glaube, die Urlauber werden auch in Zukunft lieber in Seefeld auf einem Liegestuhl sitzen als in einer Ballermann-Gegend."
  • Seefelder Bürgermeister Werner Frießer: "Ich glaube, die Urlauber werden auch in Zukunft lieber in Seefeld auf einem Liegestuhl sitzen als in einer Ballermann-Gegend."
  • hochgeladen von Georg Larcher

SEEFELD. Schwere Zeiten durchleben derzeit die BürgerInnen der Tourismusgemeinden in der Olympiaregion. Die ruhige Nebensaison in Seefeld wird noch ruhiger, voraussichtlich wird sich diese Stmmung auch bis zum Sommer nicht ändern, befürchtet auch der Seefelder Bürgermeister Werner Frießer, der die Maßnahmen wegen des Corona-Virus auch an sich zu spüren bekam!

Strenge Quarantäne für Ortschef

Am Samstag, 21. März, wurde dem Seefelder Bürgermeister von der Polizei der "Absonderungsbescheid" zugestellt, Werner Frießer stand in Verdacht, das Coronavirus aufgrund eines Kontaktes mit einem Infizierten in sich zu haben. Bis zum 27. März war Frießer in häuslicher Pflege. Überwacht wurde die Quarantäne auch von der Polizei, berichtet Frießer:

"Ich war brav daheim in häuslicher Pflege meiner Frau, die strenge Quarantäne habe ich nun übersatanden, ich bin gesund. die 14 Tage seit dem Kontakt sind nun vorbei."


Regionsgemeinden zu 100% vom Tourismus abhängig

Weniger erfreulich sieht Bgm. Werner Frießer die künftige finanzielle Situation der Plateaugemeinden, die sind fast zu 100% vom Tourismus abhängig! Nicht nur die Kommunalsteuern werden auf ein Minimum reduziert, auch die ganze Infrastruktur wie Wasser und Kanal, Müllgebühren etc. sind auf eine Vollbelegung der Betriebe ausgelegt, erklärt Frießer: "Es fallen enorme Einnahmen weg, wir müssen auf Notbetrieb gehen. Viele Bauarbeiten und Vorhaben sind gestoppt. Gottseidank haben wir eine moderne und erneuerte Infrastruktur und da weniger Handlungsbedarf."
Land, Bund und Gemeindebund werden an einer Lösung arbeiten müssen, den finanziellen Schaden nicht nur in der Olympiaregion abzufedern, meint Frießer: "Ich habe mich beim Gemeindebund informiert: Es gibt bis jetzt noch kein Konzept oder Lösung, die uns da weiterhilft."

Sanfter Tourismus statt "Ballermann"

Ein Lichtblick gibt es aber: Was die Infizierten betrifft, kommt die Olympiaregion derzeit – wenn man die Statistik anschaut – noch mit einem blauen Auge davon. "Es sind am gesamten Plateau nur 14 Leute als infiziert registriert, zwei davon sind wieder gesund", berichtete Frießer noch vorige Woche. Jedenfalls: Das Schicksal anderer Tourismusorte wie Ischgl, Sölden, Zillertal etc. teilen Seefeld Leutasch, Scharnitz und Reith/S. nicht, so Frießer:

"Wir haben nicht diesen Ballermann-Tourismus. Die Olympiaregion steht für den sanften Tourismus, das kommt uns sicherlich zugute."

Für die Zukunft können Seefeld & Co also Hoffnung schöpfen, bleibt Frießer optimistisch:

"Ich glaube, die Urlauber werden auch in Zukunft lieber in Seefeld auf einem Liegestuhl sitzen als in einer Ballermann-Gegend."

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