Bundesheer
Behelfsbrücke in Rußbach planmäßig fertiggestellt

Der Heeres-Kran unterstützt den Vorschub.
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Am 29. Juli wurde die Neuhausbrücke an der B166 bei Rußbach von den Hochwassermassen zerstört. Seitens der Bezirkshauptmannschaft Hallein wurde ein Assistenzeinsatz des Bundesheeres beantragt, um eine Behelfsbrücke über den Rußbach zu errichten.

Der Einsatzplan

29. Juli die Salzburger Pioniere begannen mit der Erkundung. Diese ergab, dass die Behelfsbrücke eine D-Brücke mit einer Länge von 40 Metern wird.
30. Juli um den unterspülten Untergrund für die schweren LKW und Baumaschinen befahrbar zu machen wurde eine 100 Meter lange Faltstraße verlegt. Da auch die B166 aus dem Lammertal kurz vor der Schadstelle teilweise bzw. ganz weggespült wurde.
31. Juli und 1. August wurde die Baustelle eingerichtet und alle Teile der D-Brücke aus der Schwarzenberg-Kaserne über Bad Ischl und Rußbach zur Schadstelle gebracht. Gleichzeitig begannen die Mitarbeiter der Straßenmeisterei mit dem Unterbau und den Fundamenten.
2. bis 4. August zuerst wurden Rollenkästen auf der B166 errichtet. Auf diesen Kästen wurde die Brücke zusammengebaut. Die 60 Pioniere haben das Wochenende durchgearbeitet, trotz immer wieder einsetzendem Starkregen schritten die Bauarbeiten zügig voran.
5. August die Salzburger Pioniere begannen mit dem Vorschub der D-Brücke. Präzision, Manpower und sehr viel Fingerspitzengefühl waren gefragt.
6. August die Brücke wird weiter vorgeschoben. Auf der anderen Uferseite werden nochmals 2 Rollkästen aufgebaut. Diese werden benötigt um die Brücke an die richtige Position zu schieben.
7. August mittels eines 76 Meter Tonnen-Heeres-Kran und viele Manpower wird die Brücke an die vorbestimmte Position gebracht. Danach kann die Brücke abgesenkt werden. Da diese auf den Rollkästen vorgeschoben wurde, muss die Brücke mittels 60 Tonnen Pressen wechselseitig etwas angehoben werden, um die Rollkästen abzubauen. Am Ende liegt die Brücke auf den vorgefertigten Fundamenten auf.
8.August Rückbau der Baustelle, Rücktransport von Gerät und Material in die Schwarzenberg-Kaserne. Ende des Assistenzeinsatzes.

Die Übergabe

Am späten Nachmittag wurde die Brücke von den Pionieren fertiggestellt, die Übergabe an das Land wurde wegen Unwetterwarnung heute abgesagt. Durch Statiker wird die Brücke noch einmal unter die Lupe genommen. Zudem müssen die Auf- und Abfahrtsrampe geprüft werden und die Verkehrsregelung gesichert sein. Es wird nur eine Fahrspur geben, das Ganze wird mit einer Ampel geregelt, dann wird entschieden, wann sie für den Verkehr freigegeben wird.

Das Resümee

Für die Pioniere des Bundesheeres waren es lange Arbeitstage, schildert Hauptmann Markus Freinek, Kommandant der Pionierbaukompanie: „Unser Arbeitstag begann mit der Standeskontrolle um 06.00 Uhr in der Schwarzenberg-Kaserne, danach verlegen wir den Einsatzraum. Gebaut wurde mindestens bis 18.00 Uhr, je nachdem ob noch ein Bauschritt fertigzustellen war oder nicht.“ „Für uns Pioniere gehört das zum Standard-Repertoire. Wir haben das ganze Jahr über eine Pionierkompanie präsent, die für genau solche Fälle in der Schwarzenberg-Kaserne bereitsteht“ so Freinek.
Der Militärkommandant von Salzburg, Brigadier Anton Waldner: „Ich bin sehr stolz auf die Leistung unserer Pioniere, sie haben den Zeitplan genau eingehalten. So eine Behelfsbrücke kann nur das Bundesheer in so kurzer Zeit errichten.“
Die Brücke über den Rußbach hat ein Gewicht von 66,9 Tonnen, eine Länge von 39,65 Meter und hat eine Tragfähigkeit von 38 Tonnen. Sie wurde von 62 Pionieren des Pionierbataillons 2 aus der Schwarzenberg-Kaserne in 6.250 Mannstunden errichtet.

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