KOMMENTAR von Theresa Kaserer

„Bekommt man viele Rückmeldungen über eine Sache, positive wie negative, dann interessiert sie“, philosophierte Bgm. Andreas Wimmer, wohl schon wissend, was ihn und Architekt Tom Lechner die nächsten zwei Stunden erwartete: Bei der Präsentation des Siegerprojekts des Kuchler Gemeindezentrums gingen die Wogen hoch.

„Dieser Bau ist eine Katastrophe“, schimpfte etwa ein Zuhörer und verließ den Saal. Ihm folgte wenig später ein zweiter mit den Worten: „Ich finde den Klotz scheußlich, Wiederschau‘n, danke!“
Der Rest des gut gefüllten Pfarrsaals blieb - oft schimpfend, aber tapfer - bis zum Ende sitzen, das Siegerprojekt des Architektenwettbewerbs, dank Projektor, immer hypnotisierend vor Augen.

Nach zwei Stunden Auge in Auge mit dem „Feind“ meldeten sich immer mehr Stimmen, die meinten, ihnen gefalle das neue Gemeindezentrum nun doch immer besser.

Na also, geht doch! Und wenn es dann steht, werden die Kuchler schon so stolz darauf sein, dass sie ihm einen Kosenamen geben, dem süßen „Klotzi“, dem süßen. Und wer weiß: Wahrscheinlich gewinnt das Kuchler Gemeindezentrum sogar einmal einen Architekturpreis.

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