Pakt zum Tierwohl
Mehr tierfreundliche Ställe in der Landwirtschaft

Aus für "Vollspaltenböden bei Schweinen": Ab 2022 wird es keine Investitionsförderung mehr für Vollspaltböden.
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  • Aus für "Vollspaltenböden bei Schweinen": Ab 2022 wird es keine Investitionsförderung mehr für Vollspaltböden.
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120 Millionen Euro für artgerechte Haltung in der Landwirtschaft. Artgerechte Tierhaltung wird besser unterstützt. Kälbertransporte sollen vermieden werden. Österreich liegt im Ranking der Tierschutzorganisation „World Animal Protection“ weltweit auf Platz 1.

SALZBURG/WIEN. In Wien wurde ein Pakt unterzeichnet, der höhere und bessere Förderungen für Investitionen in tierwohlgerechte Haltung bringt. Dafür sollen pro Jahr 120 Millionen Euro an Förderung für den Um- und Neubau von tierwohlgerechten Ställen zur Verfügung gestellt werden.

„Es freut mich ganz besonders, dass ab 2021 die finanziellen Anreize für Investitionen bei besonders tierfreundlichen Ställen, die über den gesetzlichen Mindeststandards liegen, erhöht werden. Das Tierwohl in Österreich ist uns somit ein großes Anliegen“, so Landesrat Josef Schwaiger, derzeit Vorsitzender der Agrarlandesräte.

Der Pakt für das Tierwohl

Der Tierwohl-Pakt wurde vom Dachverband Nachhaltige Tierhaltung Österreich, der Landwirtschaftskammer Österreich und den Bundesländern unterzeichnet. Er beinhaltet sechs Eckpunkte:

  • 120 Millionen Euro für Investitionen in tiergerechte Haltungssysteme, 
  • Unterstützung bei laufendem Aufwand für mehr Tierwohl, 
  • Reduktion von Kälbertransporten, 
  • Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik hin zu mehr artgerechter Tierhaltung, 
  • Aufbau Österreichischer Tiergesundheitsdienst und 
  • rasche Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Tierhaltungspraxis.
Im Anschluss an einen Runden Tisch präsentierten Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, der Vorsitzender der Agrarlandesräte Josef Schwaiger, der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich Josef Moosbrugger, der Obmann des Dachverbandes der Nachhaltigen Tierhaltung Österreich Walter Lederhilger und der Obmann von "Land schafft Leben" Hannes Royer die Inhalte des Pakts für mehr Tierwohl in der produzierenden Landwirtschaft.
  • Im Anschluss an einen Runden Tisch präsentierten Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, der Vorsitzender der Agrarlandesräte Josef Schwaiger, der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich Josef Moosbrugger, der Obmann des Dachverbandes der Nachhaltigen Tierhaltung Österreich Walter Lederhilger und der Obmann von "Land schafft Leben" Hannes Royer die Inhalte des Pakts für mehr Tierwohl in der produzierenden Landwirtschaft.
  • Foto: BMLRT/Paul Gruber
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Aus für "Vollspaltenböden bei Schweinen"

Neben neuen Förderstandards der Ferkelaufzuch, der Schweinemast bzw. der Rinderhaltung ist ein aus von Spaltenboden für die Rindermast ohne weiche Auflage vorgesehen. Ab 2022 wird es keine Förderung mehr für den Neubau von Ställen geben, die nur gesetzliche Mindeststandards erfüllen. Darunter fallen die umstrittenen Ställe, die ausschließlich Vollspaltenböden in der Schweinehaltung verwenden. Diese hatten in der Vergangenheit immer wieder zu Protesten im Tennengau von Tierschützern geführt. Die Bezirksblätter Tennengau haben darüber berichtet.  Es ist der Aufbau einer zentralen Struktur als Ergänzung der Länder-Tiergesundheitsdienste geplant. Zu deren Aufgaben u.a. Programme zur Umsetzung von Tierwohlvorgaben zählen wie z.B. der Verzicht auf Schwanzkupieren bei Ferkeln, Einheitliche Tiergesundheitsprogramme (z.B. Reduktion von Medikamenten) sowie die Unterstützung der Tierhalter bei der Umsetzung veterinärrechtlicher Vorgaben.

Gemeinsam mit den Bauern umsetzen

Für die Landwirtschaftsministerin Köstlinger ist dieser Pakt nur gemeinsam mit der Landwirtschaft um zusetzen. 

Wir reden nicht nur von mehr Tierwohl, wir setzen konkrete Maßnahmen dafür um. Mit diesem Pakt setzen wir auf Unterstützung beim Umstieg, statt auf Verbote. Dafür stehen künftig pro Jahr rund 120 Millionen Euro zur Verfügung. Mehr Tierwohl zu erreichen geht nur gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern, nicht gegen sie. Höhere und bessere Förderungen sind dazu der Schlüssel“, so Köstinger.

Im Anschluss an einen Runden Tisch präsentierten Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, der Vorsitzender der Agrarlandesräte Josef Schwaiger, der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich Josef Moosbrugger, der Obmann des Dachverbandes der Nachhaltigen Tierhaltung Österreich Walter Lederhilger und der Obmann von "Land schafft Leben" Hannes Royer die Inhalte des Pakts für mehr Tierwohl in der produzierenden Landwirtschaft.
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