Puccinis "Il trittico" am TLT
Liebe, Sühne und Gier

Barno Ismatullaeva (Schwester Angelica), Aaron Kroll (das Kind)
  • Barno Ismatullaeva (Schwester Angelica), Aaron Kroll (das Kind)
  • Foto: © Rupert Larl
  • hochgeladen von Sieghard Krabichler

Zu einer herausragenden Produktion am Tiroler Landestheater geriet Puccinis "Il trittico". 

Puccini stellte drei unerschiedlichste Geschichten zu seinem Triptychon (Il trittico) zusammen, am Samstag feierte das vorletzte Werk des Komponisten Premiere. Und das Tiroler Landestheater ist damit wieder um eine großartige Produktion reicher.
Dirigent Lukas Beikircher gelang eine subtile Art des Musizierens, finessenreich in Dynamik und Tempi, kraftvoll im Tutti und immer in feinster Balance mit den Akteuren auf der Bühne. Ja, ein glanzvoller Tribut an die raffinierte Orchestration Puccinis.
Genial zum musikalischen Konzept stehen in allen drei Einaktern die Regie und die Kostüme von Carlos Wagner sowie die fast minimalistisch anmutende Bühne von Christophe Ouvrard.

Herausragender Gesang

Im ersten Einakter "Il tabarro" überzeugte Daniel Luis de Vicente mit baritonaler Präsenz als "Michele". Präsenz hätte man sich etwas mehr von Anna-Maria Kalesidis als "Giorgetta" gewünscht. Dafür geriet Tenor Alejandro Roy als "Luigi" zum Publikumsliebling, ein grandioser Puccini-Tenor ohne Makel. Der Chor im Hintergrund war hörbar exzellent vorbereitet.
Die zweite Oper handelt im Frauenkloster und "Suor Angelica" wird ausschließlich von Frauenstimmen besetzt. Für Barno Ismatullaeva als "Suor Angelica" gibt es nur ein Attribut: fantastisch. Was ebenso für Anna Maria Dur als "Fürstin" gilt. Die Damen des TLT-Chores agierten unglaublich subtil.

Komödiantischer Schluss

Mit "Gianni Schicchi" kommt Puccinis vielleicht italienischste Oper zur Aufführung. Ja, eine der berühmtesten Arien Puccinis überhaupt, "O mio babbino caro" kommt hier vor, Tatiana Rasa als "Lauretta" meisterte sie bravourös. Und wie in "Il tabarro" glänzte Daniel Luis de Vicente als Erbschleicher "Gianni Schicchi". Ansonsten gerieten alle drei Stücke zu einer perfekten Ensemble-Leistung.
Fazit: Wer knapp dreieinhalb Stunden durchhalten kann, sollte sich diesen Opernabend gönnen.

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