Junge Frau erlitt Überdosis

Drogenfahnder Leopold Simperl warnt: „Der Konsum dieser Substanzen ist hochgradig gefährlich.“ Foto: Grobner
  • Drogenfahnder Leopold Simperl warnt: „Der Konsum dieser Substanzen ist hochgradig gefährlich.“ Foto: Grobner
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ATZENBRUGG/BEZIRK TULLN (cog). Fünf junge Erwachsene mussten in den letzten Wochen im Raum Tulln und Krems nach dem Konsum von Amphetaminen in Krankenhäusern behandelt werden. Die Polizei vermutet eine höhere Dunkelziffer, da derartige Fälle der ärztlichen Schweigepflicht unterliegen.

Substanz wird noch analysiert
Worum es sich bei den eingenommenen Pulvern genau handelt, wird derzeit noch im Landeskriminalamt (LKA) analysiert. „Es dürfte sich um Mephedron oder eine verwandte Substanz handeln“, so einer der Ermittler des LKA. Fest steht nur: Die Einnahme kann zu Herzrhythmusstörungen, Bewusstlosigkeit und sogar zum Tod führen, da die Dosierung von vielen Konsumenten falsch eingeschätzt wird. Das Problem: Mephedron, das seit etwa zwei Jahren im Umlauf ist, wurde in Österreich erst im vergangenen Jahr verboten, eine geringfügige Änderung der chemischen Formel macht die Substanz de facto legal. „Der Gesetzgeber hinkt da leider immer nach“, konstatiert der Ermittler.

Ermittlungen in alle Richtungen
Nichtsdestotrotz ist die Zusammensetzung des – pro Gramm zwischen 20 und 40 Euro teuren – Pulvers hochgradig gefährlich. Ob es im Bezirk Tulln nur konsumiert oder auch vertrieben wird, kann die Polizei nicht bestätigen. Das Herkunftsland der Substanzen vermuten die Drogenfahnder in Osteuropa. „Ob Wien oder Tulln – heutzutage bekommt man das überall“, erklärt Leopold Simperl von der Polizeiinspektion Sieghartskirchen, ein Kenner der lokalen Szene, warum es schwierig sei, die Dealer zu fassen. Was den Ermittlungsstand anbelangt, hält er sich aus taktischen Gründen bedeckt: „Die Ermittlungen laufen aber in alle Richtungen auf Hochtouren.“

Zur Sache
Mephedron und seine Wirkung
Mephedron oder verwandte Substanzen werden wie Kokain meist auch „gesnifft“, also durch die Nase geschnupft.
Mephedron (MMC) ist eine synthetisch hergestellte Droge. Es handelt sich dabei um eine bewusstseinsverändernde Substanz, die zur Gruppe der Amphetamine gehört.
Die genaue Zusammensetzung der im Raum Tulln in Umlauf befindlichen Substanzen ist noch nicht bekannt.
Die Polizei rät aber dringend von deren Konsum ab, da die Gefahr einer Überdosierung nicht unterschätzt werden sollte. Zweckdienliche Hinweise unter 059/133-30333 erbeten.

Autor:

Bezirksblätter Tulln aus Tulln

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