Mitgliederversammlung mit Wahl der FF Kirchberg am Wagram

KIRCHBERG/WAGRAM (red). Die Freiwillige Feuerwehr Kirchberg am Wagram hat seit 8. Jänner einen neuen Kommandanten. Martin Freiberger-Scharl wurde von 29 Kameraden der Mitgliederversammlung zum Nachfolger von Alfred Kink gewählt. Dieser stellte sein Amt nach zehn Jahren zur Verfügung. Stellvertreter bleibt Rene Schneider, Leiter des Verwaltungsdienstes Jürgen Pistracher. Per nächster Gemeinderatssitzung wird die bisherige Feuerwehr Mallon Teil einer Gesamtfeuerwehr und als abgestellte Gruppe eine Feuerwache sein.
Sehr emotional blickte Alfred Kink auf seine zwei erfolgreichen Funktionsperioden zurück, nach denen die Feuerwehr Kirchberg nicht mehr dieselbe wie zuvor ist. „Ich bin stolz eine funktionierende, gut aufgestellte Feuerwehr übergeben zu können“, so Kink. Besonders das Jahr 2015 war ereignisreich. Mit dem Versorgungsfahrzeug und dem Mannschaftstransportfahrzeug waren gleich zwei neue Fahrzeuge in Dienst gestellt worden. Für diese waren innovative Konzepte entwickelt worden, die eine Nutzung durch alle Feuerwehren des Unterabschnittes Kirchberg erlauben.
Auch einsatztechnisch war einiges los. Das große Hagelunwetter in der Gemeinde stellte die Feuerwehr Kirchberg vor eine Belastungsprobe, die eindrucksvoll bewältigt werden konnte. Leider mussten in Folge von Ereignissen, zu denen die Feuerwehr Kirchberg alarmiert wurde, auch drei Tote beklagt werden. Abschied musste die Feuerwehr Kirchberg 2015 von ihrem Kameraden Walter Kettinger nehmen.
Der neu gewählte Kommandant Martin Freiberger-Scharl dankte für die überwältigende Zustimmung bei der Wahl, die für ihn als „Zuagrasten“ nicht selbstverständlich sei. Er umriss seine Vision von der Zukunft der Wehr mit den drei Schlagworten „Kameradschaft, Vertrauen und Respekt.“ Freiberger-Scharl ist zwar erst seit 2008 bei der Feuerwehr Kirchberg, verfügt aber als Mitglied der Betriebsfeuerwehr Dynea Krems über langjährige Erfahrung und Ausbildung.
Als historisch kann der Beschluss zur Gründung einer eigenen Feuerwache in Mallon bezeichnet werden. Bereits vor dem Jahreswechsel hatten die dortigen Kameraden einstimmig beschlossen Teil der Feuerwehr Kirchberg werden zu wollen. Dem waren lange Diskussionen über die Zukunft der mit 16 Aktiven eher kleinen Wehr vorangegangen. Schließlich hatte sich als beste Lösung ein Zusammenschluss herauskristallisiert. Damit haben die Malloner Kameraden ab Ende Jänner die Möglichkeit an allen Aktivitäten der gemeinsamen Feuerwehr teilzunehmen und so das Feuerwehrwesen noch intensiver zu leben. Einsatzgerät und Kleinlöschfahrzeug werden in einer eigenen Feuerwache Mallon stationiert bleiben. Als Wachekommandant ist Günther Brunhofer vorgesehen.
Unterabschnittskommandant Stefan Nimmervoll zeigte in seiner Ansprache die Chancen der neu entstandenen, größeren Einheit auf. „Um in Zukunft immer einsatzfähig zu sein, werden wir manchmal kreative Lösungen brauchen.“ Eine Gesamtfeuerwehr mit abgestellten Zügen könne vielleicht ein überlegenswerter Ansatz sein. Auch Bürgermeister Wolfgang Benedikt hob besonders den Willen der Feuerwehr Kirchberg hervor, neue Wege zu beschreiten. „Schon bei der Anschaffung der neuen Fahrzeuge wurde ein stichhaltiges Gesamtkonzept vorgelegt statt dass man einfach neue Feuerwehrautos gefordert hat.“ Mit der neuen Struktur betrete man erneut Neuland. Benedikt: „Die Marktgemeinde wird den Feuerwehren bei der Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens in der Gemeinde stets sowohl finanziell als auch ideell zur Seite stehen.“

Autor:

Bettina Talkner aus Gmünd

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