„Natur im Garten“: Jetzt Stauden pflanzen

  • Foto: Natur im Garten / Barbara Schrattenholzer
  • hochgeladen von Karin Zeiler

TULLN (pa). Das Gärtnern mit Stauden ist wunderbar, denn Sie können dabei die Entwicklung der Pflanzen über Jahre beobachten und erleben, wieviel Freude eine dauerhafte Pflanzung bringen kann! Mit Stauden lassen sich von Frühjahr bis Herbst schöne Aspekte erzielen. Geschickt abgestimmt, haben Sie so die gesamte Gartensaison blühende Beete. Der Bonus: Tiere freuen sich über das Nahrungsangebot an Nektar und Pollen und Überwinterungsmöglichkeiten in Staudenstängeln.
Frühjahr und Herbst sind die idealen Zeiträume, um Stauden zu pflanzen. Stauden sind mehrjährige, nicht verholzende Pflanzen und viele unserer blühenden Favoriten im Garten zählen dazu! „Empfindliche Pflanzen wie die Gaura, Fackellilie setzen Sie besser im Frühjahr. Auch bei schweren und feuchten Böden empfiehlt sich die Frühjahrspflanzung“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Initiative „Natur im Garten“.

Boden auflockern

Lockern Sie den Boden vor der Pflanzung mit der Grabgabel und entfernen Sie Beikräuter und Steine. Tonige Böden können Sie durch Quarzsand durchlässiger machen, während Sie leichte Böden mit Humus aufbessern können. Das Einarbeiten von Kompost und das Abdecken mit Mulch (zum Beispiel mit Rasenschnitt) sorgen in beiden Fällen für einen belebten und vitalen Boden. Tauchen Sie vor dem Einpflanzen den Ballen mitsamt Topf in einen Kübel mit Wasser und lassen Sie ihn vollsaugen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Gute Qualität erkennen Sie an der optimalen Durchwurzelung. Wenn der Ballen stark durchwurzelt ist, reißen Sie ihn vor der Pflanzung etwas auf.

Abwechslung und Vielfalt

Nicht nur die Farbe spielt im Staudenbeet eine Rolle, sondern auch Form und Textur. Abwechslung und Vielfalt bereichern auch hier: Schirmförmige Blüten, wie die der Schafgarbe, kontrastieren besonders gut mit schlanken, aufrechten oder kugelförmigen Blütenständen. Rund und g’sund für Tiere sind hochwachsende Zierlauchsorten ebenso wie Kugeldisteln, die von ihnen gerne besucht werden. Ein besonderer Blickfang sind auch die schlanken Blütenkerzen von Ehrenpreis und Rittersporn. Auf keinen Fall sollten Sie aus falsch verstandener Ordnungsliebe im Herbst die Blütentriebe zurückschneiden, denn sie behalten ihre Form bis in den Winter hinein und sind so auch in der kalten Jahreszeit noch reizvoll. Darüber hinaus sind sie ein wichtiger Überwinterungsplatz von beliebten Gartenhelfern aus dem Tierreich.
Tipp:
Achten Sie auf Sorten mit ungefüllten Blüten, denn an ihnen laben sich nützliche Insekten. Die richtige Pflanze für den richtigen Standort (Sonne, Schatten) trägt zu vitalen und kräftigen Pflanzen und damit zu schönen Beeten bei!
Seminartipp:
23. September 2017, 12.30 bis 17.00 Uhr: Blütenreiche Staudenbeete anlegen
DIE GARTEN TULLN, am Wasserpark 1

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