Tullner räumen "Wiesemeistertitel" ab

Herbert Bonka - Wiesenmeister 2018 (Obstwiese, St. Andrä-Wördern) - im Bild mit (v.l.n.r) LAbg. Bgm. Christoph Kainz (Pfaffstätten), Leiterin MA 22 Dr. Karin Büchl-Krammerstätter, Dr. Thomas Wrbka und Biosphärenpark-Direktor Dr. Herbert Greisberger.
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  • Herbert Bonka - Wiesenmeister 2018 (Obstwiese, St. Andrä-Wördern) - im Bild mit (v.l.n.r) LAbg. Bgm. Christoph Kainz (Pfaffstätten), Leiterin MA 22 Dr. Karin Büchl-Krammerstätter, Dr. Thomas Wrbka und Biosphärenpark-Direktor Dr. Herbert Greisberger.
  • Foto: BPWW/N. Novak
  • hochgeladen von Karin Zeiler

BEZIRK TULLN / TULLNERBACH (pa). Mit der Auszeichnung „Wienerwald Wiesenmeister“ würdigt der Biosphärenpark Wienerwald heuer 13 LandwirtInnen, die besondere Leistungen zum Erhalt der Kulturlandschaft und Artenvielfalt im Wienerwald erbringen. Die artenreichsten Wiesen, Weiden und Obstwiesen wurden heuer in den Biosphärenpark-Gemeinden St. Andrä-Wördern, Zeiselmauer-Wolfpassing, Königstetten, Tulbing, Mauerbach und Klosterneuburg sowie den Biosphärenpark-Bezirken Wien-Penzing und Wien-Ottakring gesucht.
Jede Wienerwaldwiese hat ihre eigene Geschichte. Ihr besonderer Artenreichtum, vom Gefleckten Knabenkraut bis zur Wanstschrecke, begeistert Laien und ExpertInnen. Eine Besonderheit sind Wiesen, die mit der im Jahresverlauf stark wechselnden Wasserversorgung zurechtkommen. Daran angepasste Arten, wie das Kleine Mädesüss, die Wiesenkönigin unter den Pflanzen des Wienerwaldes, sind auf diesen Flächen besonders häufig zu finden.

Große Bedeutung

„Die Wiesen und Weiden waren ein wesentlicher Faktor für die Auszeichnung des Wienerwalds als UNESCO Biosphärenpark. Sie machen 12 Prozent des Gebietes aus und sind Heimat vieler, teils seltener Tier- und Pflanzenarten“, erklärt Biosphärenpark-Direktor Dr. Herbert Greisberger.
Wiesen sind für Mensch und Tier von großer Bedeutung: Mit ihrer Blütenfülle, einzelnen Baumriesen oder Obstgehölzen prägen sie oft seit Jahrhunderten den Wienerwald, sind Lebensgrundlage für landwirtschaftliche Betriebe, wertvolles Tierfutter und erfreuen erholungssuchende Menschen.
„Um die Wiesenvielfalt zu erhalten, ist sachgemäße und regelmäßige Bewirtschaftung und Pflege nötig. Die Flächen müssen, dem Standort angepasst, gemäht oder beweidet werden. Wissen und Engagement auf Seiten der LandwirtInnen sind daher von großer Bedeutung“, führt Philipp Friedrich, MSc., Projektleiter der Biosphärenpark-Wiesenmeisterschaft, weiter aus.

WiesenmeisterInnen der Gemeinden & SiegerInnen der Region
Wiesenmeisterinnen und Wiesenmeister der einzelnen Gemeinden wurden Wilhelm Hauser (Mähwiese, Klosterneuburg), Familie Ubl-Doschek (Mähwiese, Klosterneuburg), Familie Chlebecek (Obstwiese, Klosterneuburg), Herbert Bonka (Obstwiese, St. Andrä-Wördern), Josef Hameder (Mähwiese, St. Andrä-Wördern), Josef Nagl (Mähwiese, Zeiselmauer-Wolfpassing), Josef Gössnitzer jun. (Mähwiese, Königstetten), Johann Roiser (Mähwiese, Königstetten), Familie Brückelmayer (Mähwiese, Tulbing), Andreas Radlherr (Mähwiese, Mauerbach).
Die Gesamtsieger in der begutachteten Region in Wien und Niederösterreich sind in den Kategorien:
„Mähwiese“ Daniel Fanta aus Klosterneuburg; „Obstwiese“ Ferdinand Vitovec aus Klosterneuburg; „Weide“ Verein e-motion aus Wien-Penzing

Der Wettbewerb „Wienerwald Wiesenmeister“
Insgesamt wurden heuer 35 Wiesen und Weiden für die Wiesenmeisterschaft eingereicht. Interessierte LandwirtInnen konnten sich beispielsweise bei Biosphärenpark Infotischen in der Region über den Bewerb informieren bzw. anmelden oder wurden über Empfehlungen ihrer Gemeinden direkt kontaktiert. Im Rahmen eines Betriebsbesuches wurden die eingereichten Wiesen von ExpertInnen begutachtet. Eine Fachjury ermittelte nach einem Punktesystem die Sieger-Wiesen. Dabei wurden Eigenschaften der Wiesen wie Seltenheit des Wiesentyps, das Vorkommen von Arten der Roten Liste gefährdeter Tiere und Pflanzen in Österreich oder wertvoller Landschaftsstrukturen genauso berücksichtigt, wie Bewirtschaftungserschwernisse, aber auch das Engagement bei der Vermarktung der hofeigenen Produkte oder im Bildungsbereich.

Autor:

Karin Zeiler aus Tulln

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