15.01.2018, 11:29 Uhr

Im Bezirk Tulln stecken 31,82 Prozent „Natur im Garten“

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesrat Karl Wilfing. (Foto: NLK Filzwieser)

LH Mikl-Leitner und LR Wilfing: „100 NÖ Gemeinden pflegen ihre Grünräume rein ökologisch“

BEZIRK TULLN / NÖ (red). Niederösterreich ist in Europa Vorreiter bei der ökologischen Garten- und Grünraumpflege. „100 ,Natur im Garten‘ Gemeinden sind ein großer Meilenstein. Durch den Verzicht auf den Einsatz von Pestiziden, chemisch synthetischen Düngemittel und Torf betreiben diese Gemeinden aktiv Umweltschutz und steigern die Lebensqualität für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
„Aktuell verzichten bereits 248 der NÖ Gemeinden bzw. über 43 Prozent auf den Einsatz von Pestiziden. Das Land Niederösterreich hat gemeinsam mit dem NÖ Gemeindebund das Ziel formuliert, dass bis 2020 alle Gemeinden ihre Grünräume pestizidfrei pflegen. Damit zeigt Niederösterreich, dass wir ein ökologisches Vorzeigeland sind“, weiß Landesrat Karl Wilfing.

Stand im Bezirk Tulln

Im Bezirk Tulln legten bereits Tulln an der Donau, Absdorf, Zeiselmauer-Wolfpassing, Klosterneuburg, St. Andrä-Wördern, Kirchberg am Wagram und Sitzenberg-Reidling per Gemeinderatsbeschluss fest, dass ihre öffentlichen Grünflächen nach den strengen Kriterien der Aktion „Natur im Garten“ gepflegt werden.

Einsparungen für Gemeindebudget

100 Gemeinden in Niederösterreich pflegen ihre öffentlichen Grünflächen entsprechend den „Natur im Garten“ Kriterien und verzichten auf den Einsatz von Pestiziden, chemisch-synthetischen Düngemitteln und Torf. „Getreu dem ,Natur im Garten‘ Motto ,gesund halten, was uns gesund hält‘ beweisen diese Gemeinden, wie sich ansprechende Grünflächengestaltung mit Ökologie und Naturnähe verbinden lässt und somit aktiv die Artenvielfalt in Niederösterreich gefördert werden kann“, so Mikl-Leitner.
Chemische Pestizide werden bei der ökologischen Pflege durch biologische Mittel bzw. durch den Einsatz mechanischer oder thermischer Verfahren wie Heißwasser, Flämmen oder Heißschaum, ersetzt. Standortgerechte, mehrjährige Bepflanzungen lassen die Gemeindegrünräume auf eine neue Art und Weise erblühen. „Langfristig ergeben sich bei der ökologischen Bewirtschaftung durch den reduzierten Pflegeaufwand, vor allem im Vergleich zu Wechselflor, finanzielle Einsparungen für das Gemeindebudget“, erklärt Wilfing. Die Expertinnen und Experten von „Natur im Garten“ beraten die Gemeinden bei der Gestaltung der Grünflächen.

Die Vorbilder

Weitere 148 Gemeinden in Niederösterreich bekennen sich zum Verzicht auf den Einsatz von Pestiziden bei der Pflege der öffentlichen Grünflächen. Im Bezirk Tulln sind dies Michelhausen, Würmla, Judenau-Baumgarten, Tulbing, Grafenwörth und Muckendorf-Wipfing. Tulln an der Donau, Absdorf, Zeiselmauer-Wolfpassing, Klosterneuburg, St. Andrä-Wördern, Kirchberg am Wagram und Sitzenberg-Reidling verzichten überdies auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Düngemittel und Torf und wurde für ihre Bemühungen mit der „Natur im Garten“ Gemeindeplakette ausgezeichnet.

Zur Sache

Jede Gemeinde in Niederösterreich kann „Natur im Garten“ Gemeinde werden. Das „Natur im Garten“ Grünraumservice steht für eine kostenlose Erstberatung gerne zur Verfügung. Terminvereinbarung dazu beim „Natur im Garten“ Telefon unter der Nummer: 02742/74 333. Durch einen Gemeinderatsbeschluss wird festgelegt, dass die Gemeinde naturnah nach den „Natur im Garten“ Kriterien pflegt. Laufende Beratungen und Workshops von „Natur im Garten“ Expertinnen und Experten unterstützen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde bei der täglichen Arbeit auf den Grünflächen.

"Natur im Garten“ Gemeinden

TULLN AN DER DONAU
ABSDORF
ZEISELMAUER-WOLFPASSING
KLOSTERNEUBURG
ST.ANDRÄ-WÖRDERN
KIRCHBERG AM WAGRAM
SITZENBERG-REIDLING

Pestizidfreie Gemeinden

MICHELHAUSEN
WÜRMLA
JUDENAU-BAUMGARTEN
TULBING
GRAFENWÖRTH
MUCKENDORF-WIPFING

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