Immer das Kreuz mit dem Kreuzband

Markus Wipplinger erklärt, wie das Knie aufgebaut ist.
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  • hochgeladen von Gernot Fohler

LINZ. Markus Wipplinger hat ein offenes Ohr für Sportler. Der Hüft-, Knie- und Fußchirurg vom Linzer Diakonissenkrankenhaus betreute einige Zeit das U16- und U20-Fußballteam oder Dolomitenmann-Athleten. Sportverletzungen sind sein tägliches Geschäft, obwohl er auch "normale" Fälle betreut. Wipplinger arbeitet eng mit dem Waldinger Helmut Fliesser zusammen. Beide haben jeweils eine Ordination direkt neben dem Diakonissenkrankenhaus. Etliche Urfahraner Hobbysportler ließen sich schon von Markus Wipplinger operieren, aber auch Spitzensportler, wie zum Beispiel Skicrosserin Jacoba Kriechmayr, die Schwester von Aufsteiger Vincent. Auch ganz prominente Sportler, wie etwa die ehemalige Weltcupläuferin Kathrin Zettel, gingen hier ein und aus.

Mit Kreuzbandrissen hat es Markus Wipplinger häufig zu tun. Kein Wunder, denn in den Volkssportarten Skifahren und Fußballspielen passiert diese Verletzung häufig. Laut Statikstik gehe aber die Zahl der Kreuzbandrisse im Breitensport zurück, so Wipplinger. Der Eindruck, die Kreuzbandrisse nehmen immer mehr zu, hängt vielleicht mit den Medienberichten über Kreuzbandrisse von Spitzenskifahrern zusammen.

"In der Skisaison hängt die Art der Verletzung häufig mit der Schneesituation zusammen", sagt Wipplinger. Grundsätzlich gibt es ein vorderes und ein hinteres Kreuzband, aber auch bei den Kreuzbandrissen gibt es viele Variationen und häufig Begleitverletzungen, vor allem des Seitenbands und des Meniskus. Die OP-Methoden sind sehr standardisiert, aber es gibt immer wieder neue Ideen in diesem Bereich.

Ist der Kreuzbandriss einmal passiert, dann heißt es für die Betroffenen im Normalfall sechs bis acht Monate sportlich zu pausieren. Vor allem die stop-and-go-Sportarten, wie Fußball, Tennis oder Volleyball sind Gift. Wipplinger: "Kommt der Patient in eine x-füßige Stellung, dann reißt es wieder." Es gibt spezielle Übungen für die hintere Oberschenkelmuskulatur beziehungsweise Koordination- und Krafttraining. "Ein Leistungssportler kann natürlich viel früher wieder einsteigen, weil er koordinativ viel besser geschult ist."

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Foto: Cityfoto
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