Ein wichtiges Puzzleteil im Erfolgssystem 

Laura Santer: Im Team bescheiden im Hintergrund, aber als Verteidigerin eine große Hürde.
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  • Laura Santer: Im Team bescheiden im Hintergrund, aber als Verteidigerin eine große Hürde.
  • Foto: Thomas Fian/KK
  • hochgeladen von Peter Tiefling

HERMAGOR (tiefli). Nach dem Weltmeisterschafts-Halbfinaleinzug des österreichischen Nationalteams hat der Frauenfußball auch regional einen positiven Impuls bekommen. Die Hermagorerin Laura Santner, bei Carinthians Soccer Women in Spittal ein wichtiges Puzzleteil im Erfolgssystem, freut dies ganz besonders. "Ja, Laura ist für uns eine sehr wichtige Spielerin“, sagt CSW-Chef Thomas Fian.

Der FC Bayernbesuch

Schon im Alter von vier Jahren machte Laura mit der Lederkugel Bekanntschaft. „Mein Vater hat mich immer zum Hermagorer Nachwuchstraining mitgenommen. Ich habe mich in das Spiel mit dem Fußball richtig verliebt“, sagt Laura. Ihre Begeisterung und ihr Talent ermöglichten der neunzehnjährigen HWL-Schülerin ein Probetraining beim FC Bayern München. „Es war einzigartig, aber für die Profis war ich damals noch zu jung. Und mit vierzehn Jahren, bei den Frauen der Bayern Amateuren zu kicken, so fern ab vom Elternhaus, dass wollte ich damals nicht“, sagt Santner.

Erfolgreiche Alternative

Daher suchte die bescheiden agierende Gailtalerin nach einer Alternative. Sie wechselte zum SV Spittal und erlebt dort aktuell viele Höhen. Mit ihren Carinthians Soccer Woman überwintert sie als Viertelfinalistin im ÖFB Ladies Cup und in der 2. Frauen Bundesligameisterschaft stehen Laura & Co. alle Türen für einen Aufstieg in die Bundesliga noch offen. „Heuer passt einfach alles. Wir sind ein perfektes Team und mit dem Bundesligaaufstieg würde sich ein großer Traum erfüllen. Zuerst muss ich aber die Winterpause für meinen schulischen Erfolg nutzen“, sagt Santner.

Die Doppelbelastung

Schule und Sport zu vereinen, ist nicht immer eine leichte Sache. Die Innenverteidigerin hat aber für diese Doppelbelastung ein genaues Zeitmanagement erarbeitet. Tagwache ist um 6 Uhr, von 8 Uhr bis 16 Uhr konzentriert Unterrichtsbesuch in der HWL-Hermagor und danach dreimal wöchentlich zum Fußballtraining in die Lieserstadt. Lernen und Hausaufgaben müssen an diesen Tagen in die Abendstunden verlegt werden. „Da ich heuer im Maturajahr bin, kommen mir die trainingsfreien Monate sehr gelegen. Es fällt die Doppelbelastung weg“, sagt Santner. Ganz weg vom Fußball kommt Laura aber nicht. „In meinen Lernpausen mache ich mir schon Gedanken, wer am 28. November als unsere Viertelfinalgegnerin ausgelost wird. Bergheim wäre mein Wunschlos“, sagt Santner.

Zur Person
Name: Laura Santner
Geboren: 28. Juli 1998
Eltern: Andrea Santner, Wolfgang Wilscher
Bruder: Lukas (17)
Wohnhaft: Postran/Hermagor
Beruf: Schülerin /Höhere Lehranstalt für Wirtschaft/Maturajahrgang
Berufswunsch: Polizistin oder Physiotherapeutin
Vorbild: Lionel Messi (FC Barcelona). Laura Feiersinger (österreichische Nationalspielerin)
Lieblingsverein: FC Barcelona
Hobbies: skifahren, schwimmen, eislaufen
Tattoos: sind sehr schön anzusehen, für mich persönlich aber kein Thema
Rote Fingernägel: Seit ich im letzten Schuljahr meine Kochprüfung erfolgreich abgelegt habe, darf ich meine Fingernägel wieder lackieren. Dies wird jetzt auch täglich zelebriert.
LAZ Villach: hat mir in meiner fußballerischen Entwicklung sehr viel weitergeholfen.

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