Am 16. Oktober „Tag der Wiederbelebung“
„Reanimation ist das Um und Auf“
- Erste Hilfe umfasst nicht nur dramatische Unfälle, sondern auch Alltagsthemen wie Verbrennungen oder Schnittverletzungen.
- Foto: DJ Creative Studio.stock.adobe.com
- hochgeladen von Birgit Gehrke
Am 16. Oktober ist der „Tag der Wiederbelebung“. Wir haben mit Albert Schwarz, Geschäftsführer des Samariterbundes Kärnten, über das Thema gesprochen. Nichts zu machen, ist immer ein Fehler.
VILLACH. Der Tag der Wiederbelebung orientiert sich am internationalen World Restart a Heart Day am 16. Oktober. Ziel ist es, die Bedeutung von Erste-Hilfe-Maßnahmen in den Mittelpunkt zu rücken. Für Albert Schwarz, Geschäftsführer des Samariterbundes Kärnten und wohnhaft in Villach, ist klar: „Reanimation ist das Um und Auf. Wer Herzmassage und Beatmung beherrscht, kann Leben retten.“ Der Samariterbund Kärnten bietet laufend Erste-Hilfe-Kurse an – vom Führerscheinkurs im Sommer bis zu Auffrischungskursen für betriebliche Ersthelfer. „Diese müssen alle zwei Jahre ihr Wissen erneuern“, erklärt Schwarz. Kurse für Privatpersonen gebe es zwar regelmäßig, doch aus freiwilligem Interesse sei die Nachfrage noch überschaubar. „Grundsätzlich ist es immer zu begrüßen, wenn sich Menschen für Erste Hilfe interessieren. Es ist ein klarer Vorteil, wenn im Notfall jemand mit Grundkenntnissen in der Nähe ist.“
- Albert Schwarz, Geschäftsführer des Samariterbundes Kärnten
- Foto: HPhoto
- hochgeladen von Birgit Gehrke
Was man können sollte
An erster Stelle steht für Schwarz die Herzdruckmassage, kombiniert mit Beatmung. „Das Herz hat aufgehört zu schlagen, der Patient atmet nicht mehr – schlechter kann es ihm nicht mehr gehen. Deshalb ist jedes Handeln besser als Nichtstun.“ Wichtig sei, mutig genug in die Tiefe zu drücken: „Mindestens fünf Zentimeter, mittig am Brustkorb. Viele trauen sich anfangs nicht, aus Angst, etwas kaputtzumachen. Aber es braucht diesen kräftigen Druck, um das Blut wieder in Bewegung zu bringen.“
Nase zuhalten!
Dazu komme die Beatmung (wichtig – Nase vom Patienten dabei zuhalten!) im Rhythmus von 30 Kompressionen und zwei Atemspenden. Hilfreich seien auch Merksätze mit Musik: „Lieder wie Staying Alive oder Atemlos geben den richtigen Rhythmus vor.“ Neben Reanimation umfasst Erste Hilfe viele Alltagsthemen: Verbrennungen, Schnittverletzungen oder Vergiftungen. Ob man bei der Wiederbelebung etwas falsch machen kann? „Mit gesundem Menschenverstand eigentlich nicht“, so Schwarz. „Wenn ein Rettungsteam zu einem Notfall kommt, bei dem schon Erste Hilfe geleistet wurde, sind die Chancen für den Patienten fast immer besser. Wenn man nichts macht, ist es garantiert falsch.“
Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.