Vom Missionar zum Geschichteprofessor - Elder Andrew Merkley

Elder Merkley immer ein Lächeln auf den Lippen und mit höchst passablen Deutschkenntnissen ausgestattet.
  • Elder Merkley immer ein Lächeln auf den Lippen und mit höchst passablen Deutschkenntnissen ausgestattet.
  • hochgeladen von Heinz Mauch

Glendora im Los Angeles County von Kalifornien haben annähernd gleich viel Einwohner. Zumindest einer von Ihnen bewegt sich zur Zeit in den Straßen und Wohnungen Villachs: Elder Andrew Merkley, 20 jähriger Student der Brigham Young Universität wird die letzten 6 Monate seiner 2 jährigen Vollzeitmission in Kärnten verbringen. Seit 16.Mai 2012 weilte er in Offenburg, Heilbronn und Passau und nunmehr Kärnten

Wie hast Du Deine Mission erlebt?

Eigentlich völlig anders als ich es mir vorgestellt habe. Zeit meines Lebens wollte ich diese Mission erfüllen und habe mich immer darauf gefreut. Als es dann soweit war, war der Abschied von der Familie und all meinen Freunden irgendwie wie ein Tod. Es fällt mir leicht zu lernen und fleissig zu sein und das hat mein ganzes Leben lang perfekt funktioniert. Als Missionar wird mir nunmehr bewußt, dass es nicht alleine auf mich ankommt, sondern ich die Persönlichkeit meiner Gesprächspartner akzeptieren und anerkennen muß. Meine Überzeugung ist zwar Grundvoraussetzung, ich darf jedoch andere damit nicht "erschlagen".

Wie geht es Dir nunmehr dabei?

viele, unzählige Gespräche mit guten Menschen. Beten und intensive Gespräche mit meinem Vater im Himmel. Lesen in den Heiligen Schriften, in der Bibel und im Buch Mormon. Mein dringender Wunsch, das zu tun, was Gott von mir erwartet. Das Vorbild von Jesus Christus, das ich in den Schriften für mich entdeckt habe. Das Erleben von "Erfolgen" und Erlebnisse großer Freude, aber auch Enttäuschungen haben mein Wesen und mein Denken - hoffentlich auch meinen Charakter - beeinflußt und ,so meinen manche, auch reifen lassen. Letztlich geht es auch für mich selbst darum Jesus Christus nachzufolgen und natürlich andere höflich dazu einzuladen.

Willst Du uns eines dieser besonderen Erlebnisse erzählen?

Auf einer meiner Stationen, habe ich monatelang einen netten Mann unterwiesen. Er war leider alkohol- und nikotinsüchtig. Doch in der Zeit unserer Gespräche hat sich eine Freundschaft entwickelt. Es war nicht nur eine Einwegkommunikation, sondern ein echter Dialog. Er blickte mich manchmal aufmerksam an und fragte: "Wie geht es Dir heute. Du schaust traurig aus!" und nahm so auch an mir Anteil. Ich war dabei, als er sich zu einer Entziehungskur entschloß und durfte ihn dabei auch begleiten und ein klein wenig helfen, mit den Nebenwirkungen zurechtzukommen. Für mich war es die Kraft des Herrn, mit der er durch diese Zeit gekommen ist. Wir schreiben uns und rufen uns an.
Früher muß ich zugeben, dass ich solchen Menschen mit einem nicht unbeträchtlichen Maß an Vorurteilen begnete, doch wieviel hat mir diese Erfahrung doch gelehrt.

Was denkst Du über Kärnten?

Ein wunderschönes Land. die Menschen hier sind zu uns Missionaren freundlicher als in Deutschland. Natürlich würde ich mir wünschen, jemanden zu treffen, der wirklich zuhört, warum ich auf Mission bin. Interessanterweise gibt es hier auch viele Italiener, aber auch Amerikaner wie Derek Ryan. Ich spreche mit vielen Menschen und merke, dass die Menschen auch nicht unbeträchtliche Lasten zu tragen haben. Ich habe bei mir und in meinem Umfeld gesehen, dass das Leben der Evangeliumsgrundsätze und die Beziehung zu Gott hilft, diese Lasten leichter und nicht alleine zu tragen. Ich denke, dass sich jeder funktionierende Familienbeziehungen wünscht. Ich weiß, dass das Evangelium dabei helfen kann und dass sich das auch Gott für jeden Menschen wünscht.
All das würde den Kärntnern und allen Menschen gut tun. Es wartet jedenfalls noch einen Menge Arbeit und ich stelle mich dieser Aufgabe gerne.

Was denkt deine Familie über deinen Missionsdienst?

Ich fehle ihnen natürlich aber In erster Linie freuen sie sich. Mein Bruder war von 2008 bis 2010 auch hier auf Mission. Er, unsere drei Schwestern und meine Eltern schreiben uns regelmäßig. Zweimal im Jahre telefonieren wir etwa eine Stunde lang über Skype.

Was möchtest Du nach Deiner Mission tun?

Ich habe ein klares Bild. Ich möchte an der mormonischen Kirchenuniversität in Provo/Utah amerikanische Geschichte studieren und Professor für dieses Studienfach werden. Ich lese gerne, spiele Tischtennis, Fußball, Volleyball, Basketball und ich wünsche mir auch eine nette Frau zu finden, mit die mit mir eine Familie gründen möchte.

http://www.hlt.at/ueber-die-kirche/informationsfilme/missionstaetigkeit.html

Autor:

Heinz Mauch aus Villach

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