Junger Rosentaler drehte in den USA
Film ist seine Leidenschaft
- Samuel Berger (links) beim Dreh in den USA.
- Foto: Gannon Lovisa
- hochgeladen von Birgit Gehrke
Samuel Berger aus St. Jakob/Rosental hat in den USA einen Film gedreht. Wie er die Filmwelt dort erlebte und ob der Film einen Kärnten-Bezug hat, erzählt er im Gespräch mit MeinBezirk.at.
ST.JAKOB. Der junge Kärntner ist ein „klassisches“ Beispiel dafür, dass man immer an seine Träume glauben soll. Denn: Die Leidenschaft zum Film begann bereits in seiner Kindheit. „Ich begann mit Stop-Motion-Videos, die ich mit der alten Kassettenkamera meiner Mutter aufnahm. Diese Begeisterung ließ mich nicht los, und so bezog ich später meine Cousinen und Schwester als Schauspielerinnen in meine Filme mit ein. Nach einigen Umwegen führte mich meine Leidenschaft schlussendlich an die Fachhochschule Salzburg, an der ich die Möglichkeit erhielt, im Rahmen eines Austauschprogramms in die USA zu gehen“, erzählt Samuel Berger. Genauer gesagt verschlug es in für ein Jahr an die Southern Utah University. Dort konnte er seine kreativen Kompetenzen im Bereich Film weiterentwickeln und drehte auch seinen Bachelorfilm direkt vor Ort. Worum geht es in diesem? „In meinem 14-minütigen Science-Fiction-Drama kämpft ein Wissenschaftler um das Leben seiner Frau. Auf der Suche nach einem Heilmittel stolpert er in eine düstere Welt, in der Realität und Traum verschwimmen. Seine Reise führt ihn zu einer unerwarteten Entscheidung: Soll er sich der Wissenschaft oder der Liebe seines Lebens widmen?“
Höhen und Tiefen
Die Idee für den Film kam Samuel fast ein Jahr vor Drehbeginn: „Die Geschichte war jedoch viel komplexer und hätte vermutlich für eine Serie gereicht. Daher kürzte ich sie und schrieb sie auf Englisch um. Ich ließ meiner Fantasie freien Lauf, aber auch persönliche Erfahrungen flossen in das Drehbuch ein.“ Welche Eindrücke konnte er in den USA gewinnen? „Es gab Höhen und Tiefen, aber insgesamt war es eine unglaublich positive Erfahrung. Die Menschen sind unvorstellbar freundlich, offen und zuvorkommend. Man kann mit jedem ins Gespräch kommen, auch wenn man sich nicht kennt. Neben der Kultur ist auch das Wetter in Utah ganz anders. Die Sonne scheint über 25 Tage im Monat und es regnet kaum. Das sorgt natürlich für ein sehr trockenes Klima, aber es ermöglichte mir, viel zu wandern und Nationalparks wie Yosemite, Death Valley und Yellowstone zu besuchen.“
- Samuel Berger
- Foto: Robert Bormetti
- hochgeladen von Birgit Gehrke
Am Bauernhof
Einen direkten Bezug zu Kärnten hat der Film zwar nicht, aber: „Die Idee zu diesem Film kam mir tatsächlich auf dem Bauernhof meiner Schwiegereltern in Kärnten. Der Film selbst ist jedoch eine reine Fantasiegeschichte und hat keinen direkten Bezug zu meiner Heimat. Ich möchte mich dennoch bei den vielen heimischen Sponsoren und Partnern bedanken, die dieses Projekt unterstützt haben: Land Kärnten, Graf Filmproduktion GmbH, Magic Models GmbH, Fachhochschule Salzburg und Klangkulisse e.U. (Great Story Sound LLC).“
"Ein Marathon"
Wie schwer ist es, in der Filmbranche Fuß zu fassen? „Die Filmbranche ist anspruchsvoll, ein Marathon könnte man sagen, aber ich arbeite kontinuierlich in verschiedenen Positionen vor und hinter der Kamera um Erfahrung zu sammeln und meiner Leidenschaft nachzugehen. Darüber hinaus bin ich freiberuflich als Videograf tätig und arbeite derzeit auch schon an meinem nächsten Drehbuch.“
Näheres zum Projekt
Instagram: https://www.instagram.com/emiliohawkfilm/
Website: https://emiliohawkfilm.com/
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