Unbedingt regional kaufen
Kärntner Knoblauch hat die Nase vorne
- Margit Holzer präsentiert ihren Kärntner Knoblauch auf diversen Wochenmärkten und in ausgewählten Supermärkten.
- Foto: Spar/Gleissfoto
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Warum Kärntner Knoblauch im Vergleich zur asiatischen Konkurrenz ganz klar die Nase vorne hat, verrät Margit Holzer, die ihre Produkte auf diversen Wochenmärkten anbietet.
KÄRNTEN. 80 Prozent des weltweit verkauften Knoblauchs kommen aus China. Dabei handelt es sich nicht um eine einheitliche Sorte, sondern um einen Sammelbegriff für verschiedenen chinesischen Knoblauch. Auch die Regale unserer heimischen Supermärkte sind voll mit der asiatischen Pflanzenart aus der Gattung Lauch. Aber es gibt unzählige Argumente dafür, nicht nur auf Dumpingpreise, sondern auf heimische Qualität zu schauen. Der Knoblauch von Margit Holzer aus St. Paul im Lavanttal wird in Kärnten angebaut, geerntet und erspart sich dadurch den monatelangen und mehrere tausende Kilometer langen Transportweg in dunklen und feuchten Containern. Er wird auf diversen Wochenmärkten – auch in Villach – sowie in ausgewählten Supermärkten in unserem Bezirk angeboten. "Sogar in Singapur sind meine Knoblauchprodukte erhältlich, weil sie viel besser und lieblicher schmecken, als die chinesischen Varianten", verrät Holzer stolz.
"Regionalität macht Sinn"
Neben den angesprochenen Transportwegen, die wegfallen, macht der regionale Einkauf aus vielen weiteren Gründen Sinn. "Wir ernten größtenteils im Juni und wählen garantiert den richtigen Erntezeitpunkt. Auch wenn wir diverse Supermärkte beliefern, verlassen unsere Produkte am Tag nach der Ernte unsere Produktion Richtung Abnehmer", garantiert Holzer, die Österreich für die hohen Standards lobt: "Österreich hat enorm hohe Lebensmittelstandards, was extrem löblich ist. Meine Knoblauchprodukte sind AMA-zertifiziert, während in China viel mit Pestiziden gearbeitet wird. Die dort zum Einsatz kommenden Pestizide sind in 99 Prozent der weltweiten Länder übrigens strengstens verboten!"
- Der Black Garlic (schwarzer Knoblauch), das schwarze Gold aus St. Paul, ist das ganze Jahr über erhältlich.
- Foto: Norbert Janesch
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"Spanien brettert vor"
Laut Holzer ist hierzulande Knoblauch aus Spanien noch verbreiteterer als der China-Export: "Unsere Qualität schlägt auch die spanische um Längen. Heimische Produkte bestechen mit Lieblichkeit statt mit 'mockigem' Geschmack!" Was auf der Website vom "Knoblauch Shop by Fam. Holzer", auf diversen Wochenmärkten oder in den Supermärkten landet, wurde auf sieben Hektar Anbaufläche angebaut und mit Traktor sowie dem Einsatz der Hände großgezogen und geerntet.
"Wurde erst belächelt"
Als Margit Holzer mit Knoblauch angefangen hat, wurde sie dafür belächelt, dann oft kopiert. "Aber die meisten hören schnell wieder auf. Ich sage immer, wer keine Probleme hat, der soll ins Knoblauchgeschäft einsteigen, wenn er welche haben möchte. Das ist wirklich ein beinharter Knochenjob", betont Holzer, die gerne erklärt, warum: "Wir benötigen viel Saatgut, das immer wieder neu zertifiziert werden muss. Der Saatgutpreis steigt und steigt. Dann ist da noch die Anbaufläche. Jeder Quadratmillimeter Feld kostet Geld. Knoblauch ist ein sehr teures Produkt in der Herstellung!" Lieblingsrezept mit Knoblauch hat Holzer übrigens keines: "Knoblauch gehört prinzipiell in jedes Rezept – außer in Kaffee, Schwarztee und Erdbeermarmelade!"
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