28.10.2016, 15:44 Uhr

Ausgerechnet am 11.11.: Finkenstein verliert das letzte Postamt

Kritisiert Post für ihr kurzfristiges Handeln: Finkensteins Bürgermeister Christian Poglitsch (Foto: kk)
FINKENSTEIN (kofi). Schluss mit lustig! Ausgerechnet am 11.11. – dem kalendarischen Faschingsbeginn – verliert die Gemeinde Finkenstein ihr letztes Postamt.
"Völlig überraschend wurde mir am Donnerstag mitgeteilt, dass das Amt in Fürnitz geschlossen wird", sagt Bürgermeister Christian Poglitsch.
Damit gibt es in der 9.000-Einwohner-Kommune nur noch sogenannte Postpartner, also Postersatzstellen, die in anderen Geschäften nebenbei mitbetrieben werden.

Lösung dringend nötig

"Wir müssen für Fürnitz eine Lösung finden", sagt Poglitsch, der Weg zum nächsten Postpartner nach Finkenstein sei zu weit, vor allem für ältere Menschen. Es gebe bereits erste Verhandlungen mit einem Trafikanten, der sein Geschäft nur wenige Meter vom bald geschlossenen Postamt habe. "Es wäre optimal, wenn er die Post-Angelegenheiten übernehmen könnte", sagt Poglitsch.

Kosten-Beteiligung

Was er versprechen könne: Dass sich die Gemeinde an nötigen Startinvestitionen beteiligen werde. Grundsätzlich sei es für Poglitsch traurig, wie der Monopolist Post den ländlichen Raum "systematisch aushungere". Auch die Kurzfristigkeit des Post-Endes sei für ihn sehr enttäuschend: "Da sieht man, wie dieses Unternehmen arbeitet."
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Harald Frank aus Villach Land | 28.10.2016 | 20:52   Melden
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