Suchtberatung
Ikarus bietet Hilfe in schwierigen Zeiten

Die Suchtberatung Ikarus hilft jährlich rund 200 bis 300 Menschen, die Probleme mit Drogen haben. | Foto: panthermedia.net/photographee eu
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  • Die Suchtberatung Ikarus hilft jährlich rund 200 bis 300 Menschen, die Probleme mit Drogen haben.
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Andreas Stix, Leiter der Suchtberatung Ikarus, erzählt, wie es ihnen in der Corona-Krise ergangen ist.

BEZIRK VÖCKLABRUCK. Ikarus - die Beratungsstelle für Suchtfragen in den Bezirken Vöcklabruck und Gmunden - hilft Menschen, die ein Problem mit Drogen entwickelt haben. Sozialarbeiter, Psychologen, Psychotherapeuten sowie Ärzte und Psychiater stehen dabei den Klienten zur Seite. Zu Beginn der Corona-Krise erging es dem Team der Suchberatung Ikarus wohl ähnlich wie fast allen anderen. Präsenztermine mussten abgesagt werden und Beratungen wurden per Telefon oder über das Internet abgewickelt. "In dieser Zeit haben wir viel mit unseren Klienten telefoniert. Es wurde auch eine E-Mail-Beratung eingerichtet und wir haben eine Chat-Plattform ins Leben gerufen, über die man völlig anonym Anfragen schicken kann", erzählt Andreas Stix.

Insgesamt berät Ikarus rund 200 bis 300 Menschen pro Jahr. Auch in diesem Bereich gab es während der Corona-Krise einen leichten Anstieg der Anfragen. Wie lange oder wie oft die Menschen dort betreut werden, ist aber völlig unterschiedlich. Manche kommen nur zu einzelnen Beratungsgesprächen, andere wiederum nutzen das Angebot sehr regelmäßig. Die Altersspanne der Ikarus-Klienten ist groß: "Wir beraten 14-jährige Jugendliche genauso wie über 60-Jährige", so der Ikarus-Leiter. Der Großteil der Menschen, die bei der Beratungsstelle um Hilfe suchen, sind aber zwischen 25 und 40 Jahre alt. Zwei Drittel der Klienten sind männlich, Frauen machen nur ein Drittel aus. "Wir bekommen aber auch oft Anfragen von Angehörigen wie Eltern oder Lebensgefährten. Da melden sich eher die Frauen", berichtet Stix. Die Themen, welche den Klienten am Herzen liegen, sind sehr unterschiedlich. Manche wollen nur rechtliche Auskünfte, viele suchen aber umfassende Hilfe zur Bewältigung ihrer Lebenssituation.

Cannabis ist Spitzenreiter

"Cannabis wird von den klassischen Drogen am häufigsten konsumiert, dabei kommt es aber meistens nicht zu gesundheitlichen Problemen. Danach kommen Ecstasy, Kokain und Amphetamine. Heroin und Opiate werden zum Glück nur von wenigen genommen", so Stix. Einige Menschen kommen aber auch zur Suchtberatung, weil sie eine Medikamenten-Abhängigkeit entwickelt haben. Problematisch sind hierbei vor allem Benzodiazepine (Beruhigungsmittel) und morphinhaltige Schmerzmittel. Oftmals bleibt es aber nicht bei der Abhängigkeit von einer Substanz, vor allem der Mischkonsum mit Alkohol kommt häufig vor.

Jugend in der Krise

"Während der Krise haben wir einen leichten Zuwachs an jungen Klienten bemerkt. In der Jugend geht es schließlich darum, selbstständig zu werden und sich langsam von den Eltern zu lösen. Dies war in der Corona-Zeit praktisch nicht möglich", so Stix. Je jünger die Menschen sind, umso gefährlicher ist auch der Konsum von Drogen. Das Gehirn befindet sich in dieser Lebensphase schließlich noch in der Entwicklung. Jugendliche konsumieren meist Cannabis. Beim Kiffen sind aber häufig nicht die gesundheitlichen, sondern die psychischen und sozialen Folgen das Problem: "Manche werden sehr antrieblos, schmeißen die Schule oder Lehre hin und vernachlässigen ihre sozialen Kontakte. Auch paranoide Verfolgungsgedanken kommen vor. Schwere psychiatrische Fälle haben wir natürlich auch in Betreuung, die sind im Vergleich zum Glück aber wenige“, erklärt Stix. Nähere Infos zur Suchtberatung finden Sie hier:

Die Suchtberatung Ikarus hilft jährlich rund 200 bis 300 Menschen, die Probleme mit Drogen haben. | Foto: panthermedia.net/photographee eu
Andreas Stix, Leiter der Suchtberatung Ikarus. | Foto: Stix
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