LehrlingsRedaktion
Job schafft neue Heimat

Firas Mawas  und Katarzyna Tomasik sprechen über ihr Leben in Österreich.
  • Firas Mawas und Katarzyna Tomasik sprechen über ihr Leben in Österreich.
  • Foto: Mawas/Tomasik
  • hochgeladen von Maria Rabl

Katarzyna Tomasik (30) aus Polen und Firas Mawas (29) aus Syrien erzählen ihre Lebensgeschichten.

SCHWANENSTADT. LehrlingsRedakteurin Tanja Greifender interessiert sich seit ihrer Kindheit für die Lebensgeschichten von Menschen aus anderen Kulturen: "Auch in meinem jetzigen Arbeitsbetrieb, in dem mehr als zehn verschiedene Nationalitäten vertreten sind, höre ich immer wieder spannende und bewegende Geschichten, die mich sehr zum Nachdenken bewegen. Sie lassen einen klar werden, wie gut man es eigentlich hat, wenn man in einem Land wie Österreich geboren ist. Ich habe mir zwei ganz besondere Menschen ausgesucht, die mich inspirieren und von Anfang an sehr beeindruckt haben, Tomasik Katarzyna aus Polen und Mawas Firas aus Syrien. Ich werde sie euch vorstellen und versuchen euch an ihrer Geschichte teilhaben zu lassen."

Wie lange bist du schon in Österreich und wie alt bist du?
Firas Mawas: Ich lebe seit 3,5 Jahren in Österreich und bin 29 Jahre alt.
Katarzyna Tomasik: Ich bin hier seit acht Jahren und bin 30 Jahre alt.

Welche anfänglichen Schwierigkeiten hattest du in Österreich?
F: Bis jetzt hatte ich in Österreich noch keine schlechten Erlebnisse, das Leben hier ist sehr gut.
K: Das einzige Problem war die Sprache weil ich sie nicht gelernt habe.

Warum bist du nach Österreich gekommen?
F: Als der Krieg begann, sollte ich in die Armee eingezogen werden. Ich wollte allerdings nicht kämpfen, da ich gegen Gewalt bin. Daher kam für mich ein Beitritt zur Armee nie in Frage.
K: Ich wollte hier nur kurz bleiben, um Geld zu verdienen, damit ich mir mein Studium finanzieren konnte.

Wie schwer war es für dich, Deutsch zu lernen?
F: Der Satzbau ist kompliziert, es gibt eine Vielzahl an Regeln und Ausnahmen. Ich benötigte zwei Jahre, um Deutsch zu lernen. Ich spreche auch Armenisch, Arabisch und Englisch.
K: Am Anfang war es sehr schwierig für mich, da ich nur Polnisch mit meinen Kollegen gesprochen habe. Dann habe ich einen Deutschkurs besucht und wurde immer besser, ich lerne aber auch jetzt noch täglich dazu.

Lebst du alleine hier oder mit deiner Familie, fährst du regelmäßig in deine Heimat und was gefällt dir hier?
F: Meine Familie lebt nicht in Österreich, leider kann ich auch nicht in meine Heimat fahren, da mir in Syrien mein Pass abgenommen werden würde. Die Altstadt von Salzburg ist sehr schön und die Natur in Österreich ist ebenfalls sehr ansehnlich. Besonders gut gefallen mir die geregelten Abläufe und das Zeitmanagement, sowohl beruflich als auch privat.
K: Ich lebe alleine hier, mag aber mein Leben in Österreich, da mir die Gegend sehr gut gefällt. Meine Familie besuche ich regelmäßig, da sie nicht so weit weg ist. Ich habe mich endgültig für ein Leben in Österreich entschieden.

Welche Ausbildung hattest du in deiner Heimat?
F: In Syrien habe ich Rechtswissenschaft-Kriminologie und Hotelmanagement studiert, in Österreich absolvierte ich eine darauf aufbauende sechsmonatige Weiterbildung. Des Weiteren machte ich einen Barkeeper-Kurs und eine Barista-Ausbildung, die ich 2019 abschloss.
K: Ich habe an der University of Physical Education Sport studiert und bin somit Lehrerin/Sportmanagerin.

Was waren deine Aufgaben in der Firma am Anfang und jetzt?
F: Ich arbeite in der Schrumpfbeutelverpackung.
K: Am Anfang war ich Hilfsarbeiterin in der Verpackung. Jetzt bin ich Teamleiterin in dieser Abteilung.

Wie bist du zu Hütthaler gekommen?
F: Ich fand die Jobanzeige online.
K: Über eine Leasing-Firma

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei Hütthaler am besten?
F: Mir gefällt, dass das Jobprofil sehr abwechslungsreich ist und ich tolle Kollegen habe, mit denen ich täglich schöne Momente erleben darf.
K: Ich arbeite gerne bei dieser Firma, da es sehr abwechslungsreich ist und ich mit Menschen verschiedenster Herkunft zu tun habe. Es macht mir Spaß, täglich neue Herausforderungen gestellt zu bekommen und sie dann zu lösen.

Wie stellst du dir deine Zukunft vor, beruflich und privat?
F: Ich möchte noch eine Ausbildung als Flugbegleiter machen.
K: Beruflich möchte ich gerne an dieser Firma bleiben und einen Führungsposten anstreben. Privat wünsche ich mir, eine Familie zu gründen.

Möchtest du in Österreich bleiben, warum?
F: Die nächsten paar Jahre werde ich in Österreich bleiben, aber nicht für immer, da mir das österreichische Klima zu kalt ist. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen in Spanien zu leben.
K: Natürlich möchte ich in Österreich bleiben. Ich bin sehr glücklich hier, habe tolle Freunde, eine schöne Wohnung, eine gute Arbeit und alles, was ich sonst noch brauche.

Welche Tipps würdest du einem Ausländer geben, wenn er in Österreich leben möchte?
F: Viel Fleiß und Ehrgeiz, nicht aufgeben, wenn etwas nicht sofort funktioniert, und immer positiv denken!
K: Ich würde jedem raten, gleich von Anfang an die Sprache zu lernen. Auch wenn man zu Beginn Fehler macht, sollte man sich trauen, es immer wieder zu probieren. Seine Aufgaben sollte man ordentlich erledigen und wenn man nicht weiter weiß, nachfragen.

Von LehrlingsRedakteurin Tanja Greifeneder

Autor:

Maria Rabl aus Vöcklabruck

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