Landbaukultur-Preis
Rinderstall von Hausruck Wagyu wurde ausgezeichnet

Die Ostansicht des prämierten Rinderstalles.
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  • Die Ostansicht des prämierten Rinderstalles.
  • Foto: Stefan Gruber/Landbaukultur-Preis
  • hochgeladen von Matthias Staudinger

Der Preis für Baukultur auf dem Land wurde dieses Jahr erstmals über Deutschland hinaus auch an Projekte aus Österreich und der Schweiz verliehen. Aus 105 Einsendungen ging einer der drei Hauptpreise dabei an den einzigartigen Rinderstall von Hausruckwagyu in Atzbach.

ATZBACH. Ein hochwertiger Stall für hochwertige Rinder. Das ist das Motto der Familie Huemer aus Atzbach in Oberösterreich, die mit Holz aus dem eigenen Wald einen neuen Stall für ihre Wagyu-Rinder gebaut hat. Architekt Herbert Schrattenecker gestaltete für die teuersten Rinder der Welt, die ursprünglich aus Japan stammen, einen Stall der an eine japanische Pagode erinnert und damit oberösterreichische Holzbautradition mit japanischer Landhaus-Ästhetik verbindet. Das war der Jury ein Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro wert.

Vom Baum zum Schnittholz

Bauliches Ziel des ungewöhnlichen Rinderstalls war das optimale Einsetzen von Holz – von der persönlich erfolgten Selektion der Bäume im Wald, über den Schnitt im Sägewerk bis hin zum Einbau auf der Baustelle. Sämtliches im Stall verarbeitetes Holz besteht aus im Hausruckviertel gefällten Fichten und Tannen. Es ist kernfrei geschnitten und umfasst Balken-Dimensionen von 16 auf 36 cm bei Längen von bis zu 9m. Das Ausreizen und Überschreiten von vorgegebenen Grenzen in der Dimensionierung der Holzbalken spielte in der Ausführung eine wichtige Rolle. So stellt das Gebäude gewissermaßen die Antithese zu zeitgenössischen Holzverarbeitungstechniken dar, welche das Material erst klein schneiden, um dieses dann in Verbindung mit Bindemittel in einen unendlich dimensionierbaren Werkstoff zu verwandeln. Im Gegensatz dazu schöpft die technische Ausführung des Wagyu-Stalls sowohl das Wissen um das Material wie auch traditionelle oberösterreichische Zimmermannshandwerktechniken voll aus, ohne dabei die Grenzen des Schnittholzes aus den Augen zu verlieren.

Zum Preis

Mit dem Deutschen Landbaukultur-Preis werden herausragende architektonische Bauten und Außenanlagen auf landwirtschaftlichen Anwesen und damit das Bestreben der Bauern nach einer stimmigen Verbindung von Neuem und Altem, Wohnen und Arbeiten auf dem Land gewürdigt. Er wurde heuer bereits zum dritten Mal vergeben.


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