Comeback mit Olympiatitel
Faustballerin Sabine Süffert holte Gold bei den World Games
- Süffert gewann mit ihrem Team 3:2 gegen die Schweiz.
- Foto: Weber
- hochgeladen von Hannah Hingsamer
Sabine Süffert feierte mit der brasilianischen Faustball-Nationalmannschaft den Sieg bei den World Games.
VÖCKLABRUCK. „Wir waren 2:0 hinten, aber während des gesamten Spiels hatte ich das Gefühl, dass wir es schaffen.“ Sabine Süffert hat mit der brasilianischen Faustball-Nationalmannschaft bei den World Games in China den Titel gewonnen. Dieser zählt bei nichtolympischen Sportarten quasi als Olympiatitel. Das Team setzte sich im packenden Finale gegen die Schweiz mit 3:2 durch. Das Besondere: Erst zum zweiten Mal sind Frauenmannschaften dabei.
Zurück aufs Spielfeld
Für die 27-Jährige ist der Sieg bedeutsam: „Ich spiele Faustball, seit ich sechs Jahre alt bin. Meine Eltern haben gespielt, eigentlich spielt meine ganze Familie“, berichtet die aus Porto Alegre stammende Sportlerin. Süffert lebt seit 2020 in Vöcklabruck und arbeitet in der Buchhandlung Neudorfer.
„Ich wollte nicht in Brasilien leben und suchte ein Land, wo ich Faustball spielen konnte. Dann habe ich mich für Österreich entschieden.“ Der Sieg in China markiert zugleich ihr Comeback: Die 27-Jährige ist Mutter von zwei Söhnen, kehrte jedoch nur wenige Monate nach der Geburt ihres zweiten Kindes zurück auf das Spielfeld.
„Ich bin sehr ehrgeizig und wollte dieses Jahr unbedingt wieder spielen, also musste ich trainieren.“ - Sabine Süffert
Dabei ist ihre Familie entscheidend: „Mein Mann unterstützt mich sehr, er ist selbst Faustballer. Wir wechseln uns ab, einmal ist er bei den Kindern, dann ich.“ Auch die Großeltern helfen tatkräftig mit.
Die Buchhändlerin spielt in Vöcklabruck bei den Tiger Lillies in der Landesliga. „Unser Ziel ist es, in die 1. Bundesliga aufzusteigen.“ Dazu fügt sie hinzu: „Das Wichtigste ist, nie aufzuhören und immer Spaß dabei zu haben.“
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