21.06.2017, 20:00 Uhr

Vöcklabrucker sehr produktiv

Martina Obermaier und Johann Kalliauer.

Arbeiterkammer holt Leistungen der Beschäftigten vor den Vorhang

VÖCKLABRUCK. Was die Arbeitnehmer im Bezirk Vöcklabruck leisten, möchte die Arbeiterkammer nun mit einer jährlich veröffentlichten "Leistungsbilanz der Beschäftigten" zeigen. In der ersten Ausgabe dieser Statistik zeige sich bereits, dass die Erwerbsquote mit 77 Prozent knapp über dem Landesschnitt liege. So waren im Jahr 2016 55.522 der 89.823 Einwohner im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 64 Jahren unselbstständig beschäftigt.

Frauen arbeiten Teilzeit

"Die Teilzeitquote ist aber deutlich über dem Oberösterreich-Durchschnitt", sagt AK-Bezirksstellenleiterin Martina Obermaier. So hätten rund 54 Prozent der Arbeitnehmerinnen und 11,4 Prozent der Männer einen Teilzeitjob. Groß sei der Geschlechterunterschied auch bei der Art der Berufe: Während knapp die Hälfte der Männer in der Sachgütererzeugung tätig sei, arbeiten drei Viertel der Frauen im Dienstleistungssektor. Allerdings stieg die Zahl der beschäftigten Frauen seit 2008 um 12,1 Prozent, was überdurchschnittlich hoch ist. Bei den Männern liege das Beschäftigungsplus bedingt durch die Wirtschaftskrise nur bei 3,9 Prozent. "Die Pro-Kopf-Wertschöpfung kann sich mit mehr als 76.000 Euro sehen lassen. Damit ist der Bezirk an siebenter Stelle in Oberösterreich", so Obermaier. Die Arbeiterkammer hat diese Zahl aus der Produktivität von 44 ausgewählten Unternehmen mit mehr als 49 Mitarbeitern errechnet.

Viele Pendler im Bezirk

Aus der Statistik gehe zudem hervor, dass die Arbeitnehmer im Bezirk weite Wege auf sich nehmen. So haben nur 21 Prozent einen Arbeitsplatz im Wohnort. Etwa 30 Prozent seien jeden Tag mehr als 40 Kilometer unterwegs und rund 13 Prozent leben sogar mehr als 100 Kilometer von ihrem Arbeitsplatz entfernt. "Man sieht dies auch an der Parkplatzsituation an den Bahnhöfen", so Obermaier.
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