Emeritierung in Ligist
Pfarrer-Urgestein ging mit 89 Jahren in "Pension

Monsignore Rupert Rechberger mit Generalvikar Erich Linhardt und weiteren Fest- und Ehrengästen | Foto: Cescutti
  • Monsignore Rupert Rechberger mit Generalvikar Erich Linhardt und weiteren Fest- und Ehrengästen
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Wer kennt ihn nicht, den Ligister Pfarrer Monsignore Rupert Rechberger? Am Sonntag emeritierte er nun in der Pfarrkirche Ligist im Beisein von Generalvikar Erich Linhardt und vielen Ehrengästen, was in Kirchenkreisen soviel bedeutet wie die Pensionierung.

Fast 52 Jahre Priester in Ligist

Msgr. Rechberger wurde als ältestes von sechs Kindern am 1. April 1930 in Wien geboren. Sein Mittelschulstudium begann er in Horn und maturierte 1951 am Akademischen Gymnasium in Graz. Nach vier Jahren Theologiestudium an der Uni Graz wurde er am 10. Juli 1955 zum Priester gewieht und feierte am 17. Juli 1955 in der Wallfahrtskirche Pöllauberg seine erste Heilige Messe. Nach Kaplanjahren in Fladnitz und St. Ruprecht kam er als 1962 als Kaplan nach Ligist.

2.400 Kindertaufen

Am 17. September 1967 wurde Rechberger als Nachfolger des in den Ruhestand getretenen Pfarrers Msgr. Gsellmann als Pfarrer von Ligist installiert, wo er fast 52 Jahre lang wirkte. Generalvikar Linhardt hob in seiner Festpredigt Rechbergers viele Stärken wie klare und einprägsame Predigten, seine innige Marien- und Heiligenverehrung, seine Voraus- und Weitsicht in der Pastoral, seine Förderung regelmäßiger Gebetsgruppen um geistliche Berufe, die geistliche Betreuung vieler örtlicher Vereine wie Feuerwehr und Kameradschaftsbund, seine Leitung von Frauen und Männerrunden sowie seine begeisternde Leistung vieler Wallfahrten und Kulturreisen im In- und Ausland. Das alles neben seiner Tätigkeit als Hauptsakramentspender mit 2.400 Kindertaufen, 730 kirchlichen Trauungen und 1.400 Begräbnismessen neben Abnahme einer Vielzahl von Beichten und Spendung von Krankensalbungen.

Goldene Medaille

In der Messe und dem anschließenden Festakt würdigten die Bgm. von Ligist und Krottendorf, Johann Nestler und Johann Feichter, die Verdienste des Geehrten um die Renovierung von Pfarrkirchen und Pfarrhof und dankten ihm für seine aufopferungsvolle Tätigkeit. Die Vertreter des Souveränen Malteser Ritterordens Dr. Harnoncourt-Unverzagt und KR Auer überreichten Rechberger die Verdienstmedaille in Gold des Großpriorates von Österreich. Auch Karl Farmer als Leiter des Pfarrgemeinderats bedankte sich. Auch der langjährigen Pfarrhaushälterin Frau Hasawend wurde herzlich für ihre 51-jährige Tätigkeit bedankt.

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