Fußgängerzone und neues Klo
Erstes Konzept für den neuen Aumannplatz liegt vor
- Der Aumannplatz soll laut des Grobkonzeptes keine vom Verkehr eingeschlossene grüne Insel mehr sein. Der Abschnitt der Währinger Straße soll zur Fußgängerzone werden.
- Foto: Karl Grimm Landschaftsarchitekten
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Nach Jahren der Planung wurde nun das erste Grobkonzept für den neuen Aumannplatz vorgestellt. Die Pläne sehen mehr Grünflächen, weniger Verkehr und eine mögliche Veranstaltungsbühne vor. Währingerinnen und Währinger können jetzt ihr Feedback abgeben.
WIEN/WÄHRING. Der Aumannplatz soll grundlegend verändert werden – so viel steht seit Jahren fest. In welcher Form wurde den Währingerinnen und Währingern überlassen. Anhand eines Beteiligungsprozesses in den Jahren 2022 und 2023 haben rund 400 Personen 1.200 Ideen und Wünsche eingereicht.
Die große Mehrheit der Einreichungen hat sich demnach für mehr Grünräume und weniger Autoverkehr ausgesprochen. Die Beteiligung diente als Grundlage der Planung, die nach der Finanzierung im kommenden Jahr umgesetzt werden soll. Wie der neugestaltete Aumannplatz aussehen könnte, hat Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne) kürzlich mit einem ersten Grobkonzept präsentiert.
Fußgängerzone und eine fixe WC-Anlage
Schon das erste Konzept zeigt, dass die Wünsche der Währingerinnen und Währinger gehört wurden. Denn während der aus den 1980er-Jahren stammende Aumannplatz bislang eine vom Verkehr umringte Insel war, könnte sich das schon bald ändern. Das Grobkonzept sieht nämlich vor, dass die Seite der Währinger Straße gänzlich zur Fußgängerzone umgewandelt wird. Der Abschnitt soll dann mehr Grünflächen, Bäume, Sitzmöbel und die Möglichkeit für Schanigärten der angrenzenden Lokale bieten.
- So könnte man sich den Abschnitt in der Währinger Straße vorstellen. Autos können dann nicht mehr fahren, dafür soll die Aufenthaltsqualität für Fußgängerinnen und Fußgänger verbessert werden.
- Foto: Karl Grimm Landschaftsarchitekten
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Der Park selbst soll direkt an die Fußgängerzone anschließen und mit dem alten Baumbestand „die ruhige Mitte“ des Platzes bleiben. Um den Ort zukünftig zu einem Versammlungsplatz im Bezirk zu machen, sieht das Konzept auch vor, ein Wasserspiel und eine Bühne für Lesungen und kleine Konzerte zu etablieren. Im Zuge der Neugestaltung soll außerdem die Parkbeleuchtung modernisiert und eine fixe WC-Anlage neben der Straßenbahn-Haltestelle installiert werden. Denn hier befindet sich aktuell nur ein „Ö-Klo“.
Keine Behinderung für Bim
Für den Stadtein- und -auswärtsverkehr sieht das Konzept vor, den Autoverkehr auf der Gentzgasse zur Währinger Straße zu bündeln. Dort sollen auch weiterhin die Straßenbahnlinien 40 und 41 fahren. Diese Lösung sei laut der MA 46 (Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten) und den Wiener Linien möglich.
- Stadtein- und auswärts wird die Gentzgasse künftig von Autos befahren. Damit es nicht zu Problemen mit den Linie 40 und 41 kommt, wird die Einbahnrichtung in der Argauergasse umgedreht.
- Foto: Lukas Ipirotis/MeinBezirk
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Laut der Bezirksvorsteherin haben die Wiener Linien dem neuen Verkehrskonzept zugestimmt, weil sie darin keine Behinderung für die Öffi-Linien sehen. Die einzige Voraussetzung sei gewesen, dass die Einbahnrichtung der Argauergasse umgedreht wird, um den Verkehrsteilnehmenden einen frühen Wechsel auf die Gentzgasse zu ermöglichen.
Wer hingegen nicht mit dem Grobkonzept zum neuen Platz einverstanden ist, kann erneut seine Meinung kundtun. Denn alle Währingerinnen und Währinger sind eingeladen, sich wieder einzubringen. Beginnend am Dienstag, 12. Mai, sind die jeweils aktuellen Pläne am Aumannplatz ausgestellt. Kritik oder Ideen dazu können bis Mitte Juni im Feedback-Kasten vor Ort oder per Mail an aumann@gbstern.at eingebracht werden.
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