Start-Ups sind Mangelware

Dietmar Schimmel geht es darum, den Unternehmergeist in der Jugend zu wecken.
  • Dietmar Schimmel geht es darum, den Unternehmergeist in der Jugend zu wecken.
  • Foto: Wirtschaftskammer
  • hochgeladen von Clara Koller

BEZIRK WAIDHOFEN. Die Selbstständigkeit ist ein Sprung ins kalte Wasser: An einem heißen Sommertag eine willkommene Abkühlung. Doch manchmal kann der Sprung auch schiefgehen und unter der Oberfläche lauert ein spitzer Stein. 

98 Start-Ups im Vorjahr

In Waidhofen wagen nur wenige Mutige den Sprung in die Selbstständigkeit: Laut einer Statistik der Wirtschaftskammer wurden im Vorjahr 98 neue Unternehmen im Bezirk gegründet. Das hört sich im ersten Moment gar nicht so tragisch an, doch bei einer Einwohnerzahl von 26.370 entspricht das einer Gründungsintensität von 3,7 Prozent. Damit hinken wir im Vergleich mit dem Rest von Niederösterreich ganz schön hinterher, die Durchschnittsintensität beträgt nämlich 5,1 Prozent. Negativer Spitzenreiter ist Gmünd mit einer Intensität von 3,4 Prozent. 

Alles eine Frage des Blickwinkels

Im Vergleich dazu liegt Waidhofen bei der Gründungsintensität der Wirtschaftskammer-Mitglieder mit 7,2 Prozent im niederösterreichweiten Durchschnitt. Für Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer Waidhofen Dietmar Schimmel ist diese Zahl aussagekräftiger, denn: "Die Gründungsintensität gemessen an der Einwohnerzahl hängt von viele sozio-demografischen Bedingungen ab." 2013 gab es im Bezirk 75 Gründungen, 2014 waren es 69. So gesehen steigen die Gründungen jährlich immer mehr an und Waidhofen wird als Unternehmensstandort immer attraktiver. 

Laut Schimmel sollte vor allem der Unternehmergeist der Jugend möglichst früh durch Schnuppertage und Schulprojekte gemeinsam mit Betrieben geweckt werden, denn: "Wir sollten ihnen die Selbstständigkeit als etwas Chancenreiches und Schönes vermitteln." Unterstützung gibt es dabei von der Wirtschaftskammer: In jeder der Bezirks- und Außenstellen gibt es ein umfassendes Beratungsangebot. Im Rahmen dessen wurden Gründer im Vorjahr mit 17.000 Kurz- und 4.200 Intensivberatungen unterstützt.

Für den Bezirksstellenleiter ist die Lage ganz klar: "Wir brauchen Wirtschaftstreibende – für unseren Wohlstand, für Arbeitsplätze, für soziale Sicherheit. Neue Unternehmer geben dem Standort zusätzlichen Schwung." Zum Abschluss appelliert er an potentielle Gründer, die Gründerberatung in der Bezirksstelle zu nutzen, um frischen Wind in die Start-up Branche zu bringen.

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