Steig Ein: Karlsteiner Schüler zeigen wie Zukunft geht!

Kleinregionsobmann Eduard Köck, Philipp Friedrich, Ansbert Sturm, HTL-Direktor Wolfgang Hörmann und David Zoidl.
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  • Kleinregionsobmann Eduard Köck, Philipp Friedrich, Ansbert Sturm, HTL-Direktor Wolfgang Hörmann und David Zoidl.
  • Foto: KEM Thayaland
  • hochgeladen von Peter Zellinger

Ein völlig autarkes Fahrzeug aus dem Bezirk geht an den Start und begeistert schon jetzt die Fachwelt.

WAIDHOFEN. Es ist kompakt, es ist süß, es hört auf den Namen "Soschi", es ist einzigartig für den "grünen" Verkehr - und es wurde in Karlstein erfunden. Doch der Reihe nach: Alles nimmt nämlich seinen Anfang bei einem eher traurigen Kapitel, was den Verkehr im Bezirk betrifft. Die leeren Bahngleise. Der Radweg auf der Bahntrasse entpuppte sich als Erfolgsmodell, aber die noch bestehenden Gleise wurden damit nicht genutzt. Deshalb hat man beim Zukunftsraum Thayaland schon lange die Idee gewälzt zumindest mit Draisinen auf den Gleisen zwischen Waidhofen und Windigsteig fahren zu lassen. 

Schüler zeigen wie Zukunft geht

"Das können wir besser", dachten sich David Zoidl, Philipp Friedrich und ihre Lehrer Ansbert Sturm von der HTL Karlstein. Das Trio organisierte sich eine altes Schienenfahrrad und begann zu tüfteln. Heraus kam das "Solar Schienenfahrrad" oder kurz "Soschi". Der Clou: Soschi wird elektrisch betrieben, lädt sich aber durch Solarenergie wieder auf, einen Ladestecker gibt es nicht. Damit ist Soschi europaweit einzigartig. In mehr als 200 Arbeitsstunden tüftelte das Trio mit Hilfe zweier weiterer Schüler, die den Tacho konstruierten, im Rahmen einer Projektarbeit an dem Gefährt. "In Deutschland gibt es Solardraisinen mit einem Energieautarkiegrad von 25 Prozent. Wir erreichen 100!" freut sich Ansbert Sturm im Gespräch mit den Bezirksblättern. Unter Idealbedingungen produziert Soschi sogar mehr Strom, als er verbraucht.

Geht es nach der Region soll Soschi so schnell als möglich in die freie Wildbahn und Gäste zwischen Windigsteig und Waidhofen transportieren. Jedoch sind die Genehmigungsverfahren kompliziert - vor allem, wenn es sich um eine völlige Neuentwicklung handelt, wie Willibald Ersamus von Zukunftsraum erklärt. Aber: Der Probetrieb soll noch heuer aufgenommen werden. Soschi soll auch kein Einzelstück bleiben: "Unsere Vision ist es, dass wir derartige Fahrzeuge für ganze Gästegruppen anbieten können", so Erasmus.

Serienmäßige Soschis

Geht alles nach Plan soll Soschi ab 2020 auf der Strecke Waidhofen-Windigsteig unterwegs sein. Fünf Personen oder zwei Personen plus Fahrrad kann die Karlsteiner Erfindung transportieren. Die ersten Tests verliefen erfolgreich, denn schon der Prototyp begeisterte die Fachleute bei seiner Präsentation. "Wir hatten Touristiker aus dem Mostviertel als Fahrgäste, die wollten gar nicht mehr aussteigen".

Soschi wird vorerst mit 15 km/h unterwegs sein, obwohl technisch deutlich mehr machbar wäre. Aus Sicherheitsgründen wird die Geschwindigkeit aber gedrosselt. Der elektrische Zug Marke Eigenbau kann sechs bis acht Stunden lang nonstop betrieben werden - sollte wirklich gar keine Sonne scheinen.

Sie haben eine ähnliche Idee wie Soschi? Dann schreiben Sie uns! Der beste Vorschlag zur Mobilität der Zukunft gewinnt einen nagelneuen Suzuki Ignis Hybrid!

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