14.10.2014, 10:42 Uhr

Gedenken 1914: Zivilinternierte in Karlstein

Karl Wanko, Reinhard Mundschütz, Ernst Wurz (Foto: privat)
KARLSTEIN. Anlässlich des Gedenkens 1914 und dem Beginn des 1. Weltkrieges lud die Waldviertel Akademie zu einem Vortrag „Zivilinterniertenlager Karlstein 1914 - 1920“.

Mit diesem Bildervortrag von Reinhard Mundschütz von der Universitätsbibliothek Medizin Wein, will die Waldviertel Akademie einen Beitrag zur Aufarbeitung eines Stückes Zeitgeschichte, die schon in Vergessenheit zu geraten droht, leisten, betonte Vorsitzender Ernst Wurz. Mundschütz gab zuerst einen Überblick über die verschiedenen Zivilinterniertenlager im Waldviertel um dann ausführlich mit Bildern über das Lager Karlstein zu berichten.

Zuerst beherbergte das Lager Karlstein auf Burg Karlstein Familien, bunt gemischt aus vielen Teil der Monarchie, bis zu 300 Personen; dann wurde das Lager Karlstein in ein Montenegriner Lager umgewandelt mit prominenten Gefangenen aus Generalstab und Regierung von Montenegro; zuletzt wurde auch der ungarische Revolutionär Bela Kun in Karlstein gefangen gehalten. Die gut überlieferten Dokumente hat Mundschütz in seiner Dissertation aufgearbeitet. Viele Fragen der Karlsteiner Bürger zeigten das Interesse an diesem Teil Zeitgeschichte, die schon vergessen zu sein scheint.

Altbürgermeister Karl Wanko verwies auf seine 4-teilige Karlstein-Geschichte, in der das Zivilinterniertenlager Karlstein behandelt wird und zeigte in diesem Rahmen auch eine Ausstellung „Karlstein in alten Ansichten“, die bei den Teilnehmern viel Beachtung fand.
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