Mehr Wohlfühlen durch Sicherheit
In Wels sollen "unangenehme" Orte verschwinden
- Stadtpolizeikommandant Stefan Müller, Bürgermeister Andreas Rabl und Sicherheitsreferent Gerhard Kroiß stellen die Kampagne vor.
- Foto: Stadt Wels
- hochgeladen von Philipp Paul Braun
Eine Kampagne soll gezielt Welser Bürgerinnen und Bürger mit ins Boot holen und helfen, das Sicherheitsgefühl in Wels zu verbessern. Es sollen Orte im Stadtgebiet ermittelt werden, die eine schlechte Wahrnehmung – vor allem bei Dunkelheit – erzeugen.
WELS. Die Stadt Wels möchte einen weiteren Schritt in Richtung einer sicheren und von der politischen Führung angestrebten "lebenswerten Stadt" gehen: Gemeinsam mit dem lokalen Polizeikommando und der frisch aufgestellten Ordnungswache Wels GmbH startet eine neue gemeinsame Kampagne. Sie soll das persönliche Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum stärken: "Mit der Initiative 'mehr Sicherheit für Wels' laden wir die Bewohner ein, aktiv mitzugestalten und gemeinsam Wels noch sicherer zu machen", erklärt Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ).
"Jede Wahrnehmung zählt"
Man wolle von den Welsern gezielt jene Orte im Stadtgebiet aufgezeigt bekommen, an denen sie sich nicht wohlfühlen. Nach einer Prüfung sollen dann konkrete Verbesserungen umgesetzt werden, so Sicherheitsreferent Gerhard Kroiß (FPÖ). „Jede Wahrnehmung zählt – wir nehmen alle Hinweise ernst und arbeiten konsequent an umsetzbaren Lösungen.“ Das fange bereits bei kleinen Dingen an: Der Verbesserung der Beleuchtung eines bestimmten Platzes, um Kriminellen keine Versteckmöglichkeiten zu geben oder beim Rückschnitt von hohen Hecken, weil sie die Sicht versperren. Aber auch in Hinblick auf die Verkehrssicherheit und die Müllentsorgung möchte man im Rahmen der Kampagne aktiv werden. "Sicherheit empfindet jeder anders", so Kroiß: "Aber nur in einer sicheren Stadt fühle ich mich auch wohl."
Meldestelle eingerichtet
Herzstück der Kampagne sei eine eigene Meldestelle, bei der wahrgenommene Auffälligkeiten bis einschließlich Dienstag, 30. Juni dieses Jahres, genannt werden können. Möglich ist das einerseits online auf wels.gv.at/sichereswels, oder ganz einfach telefonisch unter der Nummer 07242/235 46 01.
Sicherheitsgefühl
„Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger hat großen Einfluss auf alle Lebensbereiche", so Stadtpolizeikommandant Stefan Müller: "Die Polizei Wels ist täglich bestrebt, den Menschen durch verschiedene Maßnahmen die Kriminalitätsfurcht zu nehmen, um das Sicherheitsempfinden positiv zu steigern.“ Hier könne er auf die Schlagkraft seiner Beamten, die täglich in allen Stadtteilen unterwegs sind, zählen. "Ich rechne der neuen Kampagne große Erfolgschancen zu." Für Müller stelle sie auf alle Fälle eine Bereicherung dar: "Jeder, der etwas zur Verbesserung der Sicherheit der Stadt tut, leistet seinen Beitrag und ist mir recht."
"Deutlich zu kurz"
Kritik kommt von den Welser Grünen. Für Gemeinderat Alessandro Schatzmann #%(Grüne) greift die Kampagne nämlich "deutlich zu kurz". Es brauche noch viel mehr: „Wer Plätze sicherer machen will, muss sie beleben – etwa mit konsumfreien Aufenthaltsorten, niederschwelliger Jugendarbeit und sozialen Angeboten direkt in den Stadtteilen.“
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