Der erste Schritt zur Lehrstelle
So geht Bewerbung richtig

Elke Drum, MSc ist Geschäftsführerin des Welser Personalmanagementunternehmens "Karriere & Macher".
  • Elke Drum, MSc ist Geschäftsführerin des Welser Personalmanagementunternehmens "Karriere & Macher".
  • Foto: Sabine Starmayr
  • hochgeladen von Christina Gärtner

BEZIRK (cg). Wer sich für eine Lehrstelle bewerben möchte erhöht mit den folgenden Tipps seine Chancen, den gewünschten Ausbildungsplatz zu ergattern.

Vorbereitung als A und O

„Bei einer Bewerbung haben junge Menschen einen klaren Vorteil, die ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten kennen, sich gut vorbereiten, Zeit in ihre Bewerbungsunterlagen investieren und auf ein gepflegtes Auftreten beim persönlichen Kennenlernen achten“, so Elke Drum. Die Geschäftsführerin von Karriere & Macher ist seit 20 Jahren als HR-Managerin im Einsatz, seit 2015 mit ihrem eigenen Unternehmen. Sie begleitet zahlreiche Firmen im Recruiting-Prozess und weiß deshalb ganz genau, worauf es ankommt. Ein Kardinalfehler, der laut Drum in der Praxis häufiger vorkommt als vermutet, ist eine fehlende oder mangelhafte Vorbereitung. Bevor man sich bewirbt, sollte man sich Gedanken über sich selbst und die Zukunft machen und sich genau informieren, was die erste Arbeitsstelle sein wird. Was macht das Unternehmen genau? Welche Lehrstelle ist ausgeschrieben? Bringt man die notwendigen Fertigkeiten mit? Ist das Aufgabengebiet interessant? Wie kann man den Arbeitsplatz (öffentlich) erreichen?

Richtig bewerben

Das Bewerbungsschreiben ist der erste Eindruck, den ein Unternehmen von seinem künftigen Lehrling erhält. Deshalb kommt es hier auf Individualität, aber vor allem auf Genauigkeit an. „Es müssen die gewünschten Unterlagen vollständig mitgeschickt und der Bewerbungsweg eingehalten werden“, so die ausgebildete Mental- und Erlebnistrainerin. Wer die Anforderungen des Ausbildungsbetriebs nicht oder nur teilweise erfüllt nimmt sich möglicherweise deshalb die Chance auf seine Lehrstelle. Ein weiterer Paradefehler ist laut Elke Drum eine falsche Adressierung. „Wer standardisierte Bewerbungen verfasst und diese an viele Firmen verschickt sollte unbedingt vor dem Versand prüfen, ob das Schreiben an den richtigen Ansprechpartner des jeweiligen Unternehmens gerichtet ist“, so Drum. Wer den folgenden und wichtigsten Rat beherzigt wird nicht in die Verlegenheit kommen, eine Serienbewerbung zu versenden. „Das Motivationsschreiben nimmt immer Bezug auf das Unternehmen. Es signalisiert den Entscheidern das ernsthafte Interesse an der Firma, dem Aufgabenbereich und zeugt vom Willen und Eigeninitiative. Eigenschaften, die manchmal über schlechtere Schulnoten hinwegsehen lassen“, empfiehlt die Expertin, sich zu informieren, Gedanken zu machen und ausreichend Zeit in die Formulierung des Schreibens zu investieren. Im Motivationsschreiben sollten unter anderem folgende Fragen beantwortet werden: Wie wurde ich aufmerksam auf die Lehrstelle? Warum kenne ich die Firma? Was gefällt mir am Unternehmen allgemein und insbesondere dem Lehrberuf? Aus welchem Grund bewerbe ich mich für diese Lehrstelle? Welche Fähigkeiten oder Interessen bringe ich mit?

Tipps für den Lebenslauf

Der Lebenslauf prägt, wie das Anschreiben und das Motivationsschreiben, den ersten Eindruck. Daher ist es wichtig, einige Punkte zu berücksichtigen:

  • Foto: Professionelle Porträtaufnahmen in Businesskleidung, keine Selfies
  • Immer mit dem Gegenwärtigen starten (letzter Job, höchster Schul- oder Studienabschluss)
  • Möglichst detailliert alle Tätigkeiten und Verantwortungen aufzählen
  • Hobbys und ehrenamtliche Tätigkeiten anführen
  • Besonders bei Jobeinsteigern ist die Angabe von Praktika (Firma und Tätigkeitsbeschreibung) vorteilhaft
  • Aufzählen von Kursen, die besucht wurden
  • Spricht man andere Sprachen und wie gut werden diese beherrscht?
  • Auflistung von Computerkentnissen und eigene Bewertung
  • Fähigkeiten, die im angestrebten Job von Vorteil sind, unbedingt hervorheben
  • Länge: min. eine volle DIN A4 Seite, nie länger als zwei
  • Professionelle E-Mail-Adressen (Vorname.Nachname@provider.at) verwenden, kein Versand der Unterlagen von Nick-Name-Adressen

Leserservice

Tipps und Musterschreiben findet man im Internet auf verschiedenen Seiten, etwa auf der Homepage des AMS sowie auf diversen Karriere-Plattformen. Als besonderen Service bietet Elke Drum, Geschäftsführerin von Karriere & Macher, den jungen Leserinnen und Lesern der BezirksRundschau an, ihre Bewerbungen um eine Lehrstelle vorab kostenlos einem professionellen Check zu unterziehen. Dafür müssen die Unterlagen (Lebenslauf, Motivationsschreiben) und das Anschreiben an e.drum@karriereundmacher.at mit dem Betreff: VORNAME+NACHNAME, Bewerbungscheck BezirksRundschau Wels gesendet werden.

Autor:

Christina Gärtner aus Wels & Wels Land

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