Ballereignis
Wiener Jägerball mit Tiroler Flair

Tirol pur im Festsaal der Hofburg: Die Musikkapelle Grinzens und die Schützenkompanie Jerzens (links im Bild), der Landestrachtenverband (rechts) und die Arzler Muller begeisterten tausende Besucher.
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  • Tirol pur im Festsaal der Hofburg: Die Musikkapelle Grinzens und die Schützenkompanie Jerzens (links im Bild), der Landestrachtenverband (rechts) und die Arzler Muller begeisterten tausende Besucher.
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Die Musikkapelle Grinzens, die Schützenkompanie Jerzens, die Arzler Muller, Jagdhornbläser, die offiziellen Vertreter des Landes und viele Tiroler Gäste – marschierten beim "Ball des Grünen Kreuzes" ein!

Die Tiroler stürmten die Wiener Hofburg, die Nationalbibliothek sowie die Spanische Hofreitschule in Wien. Freilich war es ein friedlicher „Einmarsch“ – der 98. Jägerball des Grünen Kreuzes stand unter der Patronanz des Landes Tirol. Es handelt sich um einen der größten und prunkvollsten Bälle der Bundeshauptstadt, der sich auch dadurch auszeichnet, dass die Mega-Veranstaltung jedes Jahr unter der Patronanz eines anderen österreichischen Bundeslandes steht. Im Jahr 2019 wurde Tirol diese Ehre zuteil.

Alles in Tiroler Hand

Man darf es vorwegnehmen: Die erwähnten Örtlichkeiten waren nicht nur von der Programmgestaltung fest in Tiroler Hand – auch unter den rund 5.600 BallbesucherInnen begegnete man auf Schritt und Tritt bekannten "Tiroler Gesichtern". Noch vor der offiziellen Balleröffnung gab es Tirol pur: LH Günther Platter lud zum Landeshauptmann-Empfang, der von der Tanzlmusig der Musikkapelle Grinzens und den Landecker Jagdhornbläsern umrahmt wurde. Mächtiges Halali also zum Auftakt, dem sich auch die Prominenz nicht entsagen wollte. Die Tiroler Bundesministerin Margarethe Schramböck genoss den Heimvorteil in vollen Zügen. Ihre Amtskollegin Elisabeth Köstinger stammt zwar nicht aus dem Tirolerland, fühlte sich aber sichtlich wohl und traf u.a. auf Landes-Jägermeister Anton Larcher, LHStv. Josef Geisler, LR Patrizia Zoller-Frischauf, LR Johannes Tratter, die Tiroler Nationalrätin Rebecca Kirchbaumer, Wirtschaftsbund-Landesobmann Franz Hörl, Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger sowie auf viele weitere Persönlichkeiten. Der Landeshauptmann und der Landesjägermeister brachten in den Ansprachen ihre Freude über den Auftritt der Tiroler zum Ausdruck und hielten auch eines fest: „Wir sind in friedlicher Absicht hier. Auch wenn Andreas Hofer von Wien verraten worden ist, fühlen wir uns sehr wohl und freuen uns, unser Bundesland hier repräsentieren zu dürfen!"

Tiroler Sturheit im Ballsaal

In den ehrwürdigen Räumlichkeiten stand natürlich DIE Tiroler Besonderheit am Programm, die weltweit geschätzt wird. Der landesübliche Empfang löste aber im Vorfeld einige Diskussionen aus. Schließlich gehört die Ehrensalve der Schützenkompanie dazu, was auch nicht in Zweifel gestellt wurde. Dass dieses lautstarke Szenario aber in den Festsälen stattfinden sollte, gab einige Rätsel auf, deren Lösung von Stefan Kirchebner, Hauptmann der Schützenkompanie Jerzens, rasch beendet wurden: „Wenn mir do nit schiaßn derfn, kemmen mir nit!“ – so das klare Statement des Oberländer Hauptmanns, der als Kommandant der Garde in Wien auch in der Bundeshauptstadt stets präsent ist. Derartige Tiroler Sturheit kommt bekanntlich dort, "wo man nichts übers Knie brechen kann", bestens an (außer vielleicht in der zuständigen Magistratsabteilung) – ergo gab es die krachenden Ehrensalven erstmals in der Geschichte sowohl im Ballsaal der Hofburg als auch im „schönsten Reitsaal der Welt“ der Spanischen Hofreitschule!

Jagd als Landeskultur

Der hervorragend dargebotene Traditionsakt war nur einer von vielen Höhepunkten, die unter dem Motto „Jagd ist Teil unserer Landeskultur“ standen. Die Musikkapelle Grinzens unter Leitung von Kapellmeister Engelbert Wörndle führte die Tiroler Delegation mit festlichen Klängen an und zeigte sich allen Anforderungen, die ein derartiges Großereignis mit sich bringt, in gewohnter Manier gewachsen. Nach den letzten Klängen in der Hofreitschule gab es begeisterte Ovationen für die „Grinziger“ – und auch die Mitglieder des Tiroler Landestrachtenverbandes  sowie der Arzler Muller wurden für ihre spektakulären Auftritte ebenso gefeiert wie der Stubaier Jagdhornklang, die Jagdhornbläser aus dem Brixental und wie bereits erwähnt aus Landeck.

Weitere Berichte: www.meinbezirk.at/tirol

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