Umsatzsteuer-Regelung erweitert
Mehrwertsteuersenkung auch für lokale Bäcker und Fleischer

Ein Schnitzel ist ein Schnitzel, egal, ob  man es beim Fleischer oder am Würstelstand serviert bekommt. Diese profitieren nun doch von der Umsatzsteuerregelung (Senkung auf 5 Prozent).
  • Ein Schnitzel ist ein Schnitzel, egal, ob man es beim Fleischer oder am Würstelstand serviert bekommt. Diese profitieren nun doch von der Umsatzsteuerregelung (Senkung auf 5 Prozent).
  • Foto: pixabay
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Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise zu bekämpfen, ist eine Änderung des Umsatzsteuergesetzes im Gastronomiebereich in Ausarbeitung. Diese sieht einen ermäßigten Steuersatz von fünf Prozent für die Verabreichung von Speisen und Getränken vor. Betroffen sind auch kleine Lebensmittelbetriebe, die auch Speisen servieren. 

Die geplante Mehrwertsteuersenkung auf 5 Prozent soll nun doch für alle gelten, die Speisen ausgeben: Auch Fleischhauer, Bäcker und Konditoren fallen unter die bis Jahresende befristete Regelung. Konkret soll für diese die Umsatzsteuer von derzeit 20 Prozent auf fünf Prozent gesenkt werden. "Das soll dabei helfen, die Schmerzen dieser Krise zu lindern", erklärte Finanzminister Gernot Blümel am Dienstag im Nationalrat. 

Kleine Lebensmittelbetriebe wie der lokale Fleischer, Bäcker oder Konditor, die durch ein gewerbliches Nebenrecht dazu befugt sind, Speisen und Getränke an Gäste zu verabreichen, wären ursprünglich von der geplanten Gesetzesänderung nicht erfasst worden. Das Thema war am Dienstag in der Sondersitzung des Nationalrats Teil einer geplanten Gesetzesänderung.

Beim Lockdown sei es zu Umsatzverlusten von 80 bis 90 Prozent bei diesen Betrieben gekommen, da sich die Menschen vor allem beim Lebensmitteleinzelhandel versorgt hätten, sagte Anka Lorencz, Geschäftsführerin der Bundesinnung der Lebensmittelgewerbes, vor der Nationalratssitzung.  Laut Branchenvertretung sind rund zwei Drittel der rund 4.000 Betriebe in ganz Österreich von der Ungleichbehandlung betroffen, davon 1.448 Bäckerinnen und Bäcker, 1.332 Konditorinnen und Konditoren sowie 1.215 Flesicherbetriebe.

"Die Coronakrise hat eindrücklich ins Bewusstsein gehoben, wie wichtig die vielen kleinen Nahversorgerfür die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung sind. Zugleich sind diese Betriebe besonders von Einbußen getroffen.

Autor:

Maria Jelenko-Benedikt aus Wieden

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