Personalabbau
SPÖ kündigt ein Viertel der Mitarbeiter

Auf die Bundes-SPÖ kommt ein harter Sparkurs zu.
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Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch bestätigt am Dienstag, dass auf die Partei ein harter Sparkurs zukommt.

ÖSTERREICH. Auf die SPÖ kommen nicht zuletzt wegen des Wahldebakels bei der Steiermarkwahl am Sonntag harte Zeiten zu. Die finanzielle Lage der Partei zwingt sie jetzt auch, ein Viertel der Angestellten abzubauen. Das gab Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch bei einem Pressegespräch am Dienstagvormittag bekannt. Somit werden 27 der 102 Mitarbeiter beim AMS zur Kündigung angemeldet. Deutsch nannte auch den Schuldenstand der Partei: Dieser beläuft sich auf rund 14,9 Millionen. 

Deutsch verzichtet auf Dienstauto

Die Belegschaft wurde bei einer Betriebsversammlung der Parteizentrale über die finanziellen Einschnitte informiert. Unter anderem geht es auch um die umstrittenen Berater-Verträge mit dem ehemaligen Kanzlersprecher Nedeljko Bilalic und der Leykam. Diese wurden vorzeitig aufgelöst beziehungsweise verbilligt. Den Vertrag mit dem ehemaligen Kanzlersprecher Nedeljko Bilalic hätte die SPÖ nach einer sechsmonatigen Frist Mitte 2020 auslaufen lassen können. Der Vertrag soll nun bis Ende 2020 weiterlaufen, allerdings nur mehr um 8.000 statt wie bisher 24.000 Euro brutto pro Monat. Der Vertag mit der Leykam, bei der Bundesgeschäftsführer Max Lercher im Vorstand sitzt, soll Mitte 2020 auslaufen. Ein Einzelprojekt werde aber noch eineinhalb Jahre weiterlaufen. Für das kommende Jahr sei laut Deutsch ein ausgeglichenes Budget das Ziel.

Für Ende 2025 hofft der Bundesgeschäftsführer, dass die SPÖ schuldenfrei ist. Deutsch selbst will künftig auf sein Dienstauto verzichten. "Die Situation ist nicht vom Himmel gefallen", sagte SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner. Bei ihrer Amtsübernahme habe sie "einen Rucksack voller Steine umgehängt bekommen." Sie spricht damit 14 Millionen Euro an Schulden an, die sie bei ihrer Amtsübernahme vorgefunden habe. Die Maßnahmen seien alternativlos. Man werde künftig mit weniger Mitarbeitern mehr leisten müssen, sagte Rendi-Wagner.

Nach Schickhofer auch Brunner

Nach dem Abgang des steirischen SPÖ-Vorsitzenden Michael Schickhofer hatte auch Deutschs Stellvertreterin Andrea Brunner ihren Rücktritt verkündet. Sie legt ihre Funktion als Vize-Bundesgeschäftsführerin zurück, bleibt aber Bundesfrauengeschäftsführerin. 

Via Facebook gab sie bekannt: "Ich habe mich immer als Mittlerin zwischen der Bundesgeschäftsführung und den MitarbeiterInnen gesehen und das ist angesichts der aktuellen Situation nicht mehr möglich." Brunner schreibt weiter: "Mein Funktionsrückzug bedeutet auch eine Einsparung – ich verzichte damit auf diesen mit dieser Funktion verbundenen Teil meines Gehalts."

Auf die Bundes-SPÖ kommt ein harter Sparkurs zu.
Andrea Brunner legt ihre Funktion als Vize-Bundesgeschäftsführerin nieder.
Autor:

Julia Schmidbaur aus Wieden

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