Kellner mit Masken
Kurz: Mitte Mai sollen Lokale wieder öffnen dürfen

Kanzler Kurz im Interview mit CNN über die Lockerungen der Maßnahmen.
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  • hochgeladen von Maria Jelenko-Benedikt

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat gegenüber dem US-TV-Sender CNN erstmals Details genannt, wie die Öffnung von Restaurants und Lokalen vor sich gehen soll. Kellnerinnen und Kellner werden wohl Masken tragen müssen. Für Verwunderung sorgte bei vielen Österreichern, dass sie die Information über CNN erhalten haben.

ÖSTERREICH. Kurz hat in einem Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender CNN das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken in der Gastronomie angedeutet. Mitte Mai sollen Restaurants unter Auflagen wieder öffnen dürfen, so Kurz.

Außerdem werde wohl die Maskenpflicht auch für Lokale gelten. "Die Leute müssen in Geschäften, aber in Zukunft auch in den Restaurants oder anderswo Masken tragen. Ich denke, das kann hilfreich sein", so Kurz. Unklar blieb, ob das Tragen künftig für Kunden, das Personal oder beide verpflichtend werde. Es werde wohl "leider nicht machbar" sein alle Mitarbeiter in der Gastronomie zu testen. Es solle eine Maximalanzahl von Personen geben, mit denen man den Abend verbringen dürfe und auch andere Maßnahmen, wie das Abstandhalten, sollen in Lokalen zum Einsatz kommen.

Kurz erklärte auch, wie wichtig der schnelle Lockdown in Österreich war. Die Lage gebe der Regierung recht, die Zahl der Infizierten sei gesunken, die Spitäler hätten Kapazitäten. Nun würde die Öffnung step-by-step erfolgen. Am 1. Mai würden alle Geschäfte geöffnet werden, Mitte Mai dann alle Restaurants und Hotels. Parallel müssten die Zahlen beobachtet werden. Dabei müssten immer noch so viele Tests wie möglich erfolgen. Zur Zeit führe man rund 10.000 Tests am Tag durch.

Das „schnelle und harte“ Vorgehen seiner Koalition lobte Kurz. Das sei der Grund, „dass die Situation jetzt unter Kontrolle ist, auch in den Spitälern“. Kurz sagte, die Öffnung des Landes werde „schrittweise vollzogen“, Testkapazitäten sollen weiter ausgebaut werden. „Wir haben nur etwa 100 Neuinfektionen pro Tag und wir sind extrem glücklich, dass wir so schnell und entschlossen reagiert haben“, so der Bundeskanzler. Neuinfizierte müssten weiterhin sofort isoliert werden.

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Kurz wiederholte gegenüber CNN Köstingers Ideen vom Wochenende, wonach sie sich Tourismus im Sommer vorstellen könne. Wenn ein Nachbarland  die Pandemie unter Kontrolle habe, werde es auch freien Grenzverkehr wie vor der Coronavirus-Krise geben, so der Kanzler. Es brauche dann keine Gesundheitszeugnisse oder Ähnliches, um einzureisen. Jetzt gelte es jedenfalls, die Testkapazitäten zu erhöhen. „Im Moment haben wir ungefähr 10.000 Tests pro Tag, wir arbeiten daran, das auszubauen“, so Kurz. „Es wird Monate dauern, und die Situation wird schwierig bleiben“, sagte Kurz. Dennoch werde man eine „neue Normalität“ erleben, mit „so viel Freiheit wie möglich und so vielen Beschränkungen wie benötigt“.

FPÖ fordert sofortige Öffnung der Lokale mit Gastgärten

Zuvor hatte DAÖ-Chef Heinz Christian Strache gefordert, dass der 1. Mai zum "Tag der Wirte" werden solle und die Lokale geöffnet werden müssten. Und FPÖ-Chef FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl befürchtet ein massives Wirtshaussterben, wie er am Wochenende in einer Aussendung meinte: „Beispielsweise sind immer noch viele Kurzarbeits-Anträge nicht genehmigt, weshalb die Betriebe die Gehälter der Mitarbeiter voll finanzieren müssen. Auch die Banken sind bei den zugesagten Überbrückungskrediten eher zurückhaltend“, sagte Kickl. Er forderte als ersten Schritt, Lokale mit Gastgärten sofort wieder aufsperren zu lassen und den Betrieb im Freien zu erlauben.

Hier geht es zum CNN-Interview

Verwunderung über Informationsfluss

Dass Kurz die Information über die Öffnung zuerst an CNN übermittelt hat, bevor er die österreichische Bevölkerung und Gastronomie darüber informierte, sorgte bei vielen für Verwunderung.

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