Test
Splatoon Raiders – ein überraschender Solo-Trip für Inklinge
- Gemeinsam mit dem Surimi Syndicate geht es in Splatoon Raiders auf die Spiralit Inseln.
- Foto: Nintendo
- hochgeladen von Michael Marbacher
Mit Splatoon Raiders bringt Nintendo die Inklinge wieder ins Rampenlicht. Diesmal aber etwas anders. Die Zeit von Multiplayerschlachten oder knifflige Jump and Run Rätsel sind vorbei. In Raiders wird dafür so viel geballert wie noch nie. Erreicht das Spin Off die Höhen der Hauptreihe?
Splatoon Raiders ist der neueste Ableger von Nintendo in der farbenfrohen Shooter-Reihe. Statt 4 vs 4 Online-Gefechten und Revierkämpfen steht diesmal aber ein Einzelspieler-Abenteuer im Mittelpunkt. Wer jetzt an das Splatoon 2 DLC "Octo-Expansion" denkt, hat fast recht.
Raiders schickt Spieler gemeinsam mit dem Surimi-Syndicate, bekannt aus dem dritten Teil der Reihe, auf eine geheimnisvolle Insel, auf der Kämpfe, Erkundung und das Lösen kleiner Rätsel im Vordergrund stehen. Das Ergebnis ist ein ungewöhnlicher, aber gelungener, leichter Wechsel des Genres. Einfach gesagt ist es ein Splatoon Hordemodus, gemixt mit seichter Erkundung.
Die Rückkehr der Squids
Wer einen klassischen Splatoon-Nachfolger erwartet, wird hier allerdings überrascht. Die alten Wummen, die für Splatoon typisch-knackige Steuerung und die Farbmechanik sind alle zurück. Die für Splatoon bekannten Street-Art-Einflüsse nehmen aber eine etwas kleinere Rolle ein. Den eigenen Inkling oder Oktoling kann man zwar einkleiden, es gibt aber nur eine kleine Auswahl an kompletten Kostüme, aus denen man wählt. Auch die Musik ist zwar einprägsam, kommt aber nicht auf das Level der Haupteinträge.
- Splatoon Raiders ist ein Splatoon-Hordemodus
- Foto: Nintendo
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Das neue Gameplay funktioniert über weite Strecken erstaunlich gut und sorgt dafür, dass sich Raiders trotz bekannter Elemente frisch anfühlt. Tinte bleibt das wichtigste Werkzeug. Gegner werden weiterhin mit Farbe bekämpft, gleichzeitig dient sie aber auch dazu, Hindernisse zu überwinden, Rätsel zu lösen oder versteckte Wege sichtbar zu machen.
Gerade die Kämpfe gehören zu den größten Stärken des Spiels. Sie sind dynamisch, abwechslungsreich und nutzen die bekannte Bewegungsfreiheit der Serie hervorragend aus. Im höheren Schwierigkeitsmodus bieten sie eine willkommene Herausforderung.
- Outfits sind in einer kleineren Version zurück.
- Foto: Nintendo
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Während das Schießgameplay durch die bekannten Splatoon Elemente glänzt, lässt die Erkundung mehr zu wünschen übrig. Levelabschnitte sind sich oft sehr ähnlich, zäh und bieten wenige Geheimnisse, die schwer zu finden sind. Die schlauchige Form der Level lässt immer wieder ein Gefühl von Déjà-vu hochkommen. Aber auch beim Schießen kommt man manchmal zu kurz: Wirklich neue Wummen gibt es im Vergleich zu Splatoon 3 nicht. Auch die neuen Fähigkeiten lassen in der Kreativität etwas zu wünschen übrig.
Einkleksen mit dem Surimi Syndicate
Stärker wiederum sind die bekannt charmanten Charaktere. Die Musiker vom Surimi Syndicate sind gemeinsam mit dir, der "Mechanikerin" oder dem "Mechaniker", mit ihrem Hubschrauber auf den Spiralit-Inseln abgestürzt. Diese beherbergen nicht nur fiese Salmoniden, sondern auch jede Menge Schätze, die geborgen werden müssen.
- Mako vom Surimi Syndicate tut gern auf kalt, unterstützt euch aber eifrig im Kampf.
- Foto: Nintendo
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Mako, Muri und Mantaro hört man zwischen den Missionen immer wieder gerne zu. Alle drei schließt man schnell ins Herz. Gemeinsam gilt es, den eigenen Kutter auszubauen, Waffen upzugraden und neue Fähigkeiten zu modifizieren. Einer der drei kann in den Level auch mitkommen. Möglich macht es ein kleiner Roboter, der vom Surimi Syndicate gesteuert wird und euch gegen die Gegnerhorden hilft.
Fazit
Splatoon Raiders macht Spaß und ist vor allem für die jüngere Zielgruppe, genau wie die anderen Splatoon-Spiele ein sicherer Kauf. Der leichte Genreschwenk funktioniert ganz gut, auch wenn es den Wunsch nach mehr Kreativität offen lässt. Stellenweise fehlt es an spielerischer Vielfalt und manche Ideen hätten konsequenter ausgebaut werden können. Die grandiose Steuerung und das Schießgefühl machen das Gameplay aber trotzdem fantastisch. Wer auf einen klassischen Multiplayer-Nachfolger hofft, muss auf den nächsten Eintrag warten. Wer jedoch Lust auf ein actionreiches Einzelspieler-Abenteuer und vor allem Lust auf mehr Splatoon hat, kann gedankenlos zugreifen.
Raiders gehört zwar nicht zu Nintendos ganz großen Meisterwerken, baut die Splatoon-Reihe aber gut aus. Ein willkommener "Genre-schwenk", der aber in Teilen mehr zu wünschen übrig lässt.
MeinBezirk hat "Splatoon Raiders" von Nintendo zum Testen erhalten. Der Entwickler hatte keinen Einfluss auf den Testbericht.
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