Wiener Hochhausstudie
Architekt Helmut Swiczinsky mit 81 Jahren verstorben
- Helmut Swiczinsky, hier auf einer Archivaufnahme im Jahr 2004, verstarb im Alter von 81 Jahren. (Archiv)
- Foto: picturedesk.com
- hochgeladen von Johannes Reiterits
Wie jetzt bekannt wurde, verstarb ein ganz Großer der heimischen Architektenwelt. Helmut Swiczinsky, als Teil des Coop Himmelb(l)au war er maßgeblich an der Entwicklung der Wiener Hochhausstudie beteiligt. Er wurde 81 Jahre alt.
WIEN. Wer heute auf den SEG Apartment Tower an der Wagramer Straße oder das umgebaute Gasometer B blickt, der sieht auch die Handschrift des Architekten Helmut Swiczinsky. Im Jänner 1944 in Posen geboren, prägte er die Immobilienwelt Wiens.
Nach seinem Studium an der TU Wien und der Architectural Association in London gründete er zusammen mit Wolf Prix und Michael Holzer 1968 die Wiener Architektengruppe Coop Himmelb(l)au. Das Architekturbüro ist verantwortlich für die erste Wiener Hochhausstudie, die 1991 unter Mitwirken von Swiczinsky entwickelt wurde.
- Helmut Swiczinsky (r.) zusammen mit Wolf Prix im Jahr 1995 während ihrer gemeinsamen Arbeit im Architekturbüro Coop Himmelb(l)au. (Archiv)
- Foto: Karl Schöndorfer / picturedesk.com
- hochgeladen von Johannes Reiterits
Sie diente als Grundlage für zahlreiche höhere Bauwerke in Wien. So stammen aus der Feder des Architektenbüros neben den oben genannten Immobilienprojekten auch ein Wohnbaukomplex bei der Remise Vorgartenstraße. Wie jetzt bekannt wurde, verstarb Swiczinsky am 29. Juli 2025 im Alter von 81 Jahren.
Zahlreiche Auszeichnungen
Schon zeit seines Lebens wurde Swiczinsky für seine architektonischen Arbeiten geehrt. So erhielt er etwa 1988 zusammen mit Coop Himmelb(l)au den Preis der Stadt Wien für Architektur. 2002, ebenfalls als Team, das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien.
- Unter dem Mitwirken von Swiczinsky wurde etwa das Gasometer durch einen Hochhausbau ergänzt. (Archiv)
- hochgeladen von Thomas Pitterle
"Als Teil von Coop Himmelb(l)au sorgte er dafür, dass das Gebaute seine Schwere verliert, sich für die Fantasie und das Leichte und Veränderbare öffnete. Mit Helmut Swiczinsky verliert Österreich einen Visionär und Philosophen der Baukunst, dessen Bauten international reüssierten und die auch den sozialen Wohnbau Wiens bereichert und weiterentwickelt haben", kondoliert Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ): "Mein tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Weggefährt*innen und Freund*innen."
Auch von der Opposition gibt es Zuspruch für das Schaffen des großen Architekten. "Bauwerke wie der SEG Apartment Tower oder das Gasometer B sind eindrucksvolle Zeugnisse seines Wirkens. Sie stehen sinnbildlich für eine Epoche, in der Architektur nicht nur funktional, sondern auch Ausdruck einer gesellschaftlichen Haltung war", so Gemeinderat Karl Mahrer (ÖVP).
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