Betriebskosten
Vermehrte Anfrage bei Mieterhilfe und Mietervereinigung

Wiener Mietberatungsstellen bekommen vermehrt Anfragen von Wienerinnen und Wienern mit Fragen zu ihren Betriebskosten. | Foto: Stadt Wien/Christian Fürthner
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  • Wiener Mietberatungsstellen bekommen vermehrt Anfragen von Wienerinnen und Wienern mit Fragen zu ihren Betriebskosten.
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Die Mieterhilfe der Stadt Wien als auch die Mietervereinigung merken, dass sich Beratungsansuchen in letzter Zeit häufen. Oftmals geht es bei den Anfragen um die Betriebskostenabrechnung.

WIEN. Gestiegene Mieten stellen für viele Wienerinnen und Wiener eine Belastung dar. Die Wahrnehmung höherer Fixkosten fürs Wohnen veranlasst mehr und mehr Mietende dazu, sich genauer mit ihren Mietkosten auseinanderzusetzen. So zumindest erklärt sie die Mieterhilfe Wien gegenüber "ORF Wien" den Anstieg der Anfragen. 

Die Mieterhilfe der Stadt Wien als auch die Mietervereinigung Wien unterstützen bei rechtlichen Fragen und Anliegen rund um das Thema Mieten. So führt die Mietervereinigung Wien etwa jedes Jahr mehr als 20.000 Einzelberatungen zum Thema Wohnrecht durch. Immer öfter geht es in den Beratungsgesprächen um die Aufschlüsselung der Betriebskosten.  

Betriebskosten oft falsch verrechnet

Betriebskosten setzten sich aus den anfallenden Kosten der Gebäudeeigentümer zusammen, um das Haus in Zustand zu halten. Darunter fallen unter anderem Kosten für Wasser, die Müllabfuhr oder die Rauchfangkehrung. Wie viele Betriebskosten eine Mieterin oder ein Mieter zahlt, hängt von der jeweiligen Wohnungsgröße ab. 

Laut Mietervereinigung Wien sollen viele Betriebskosten allerdings nicht richtig berechnet werden und weisen einen falschen Aufteilungsschlüssel und nicht zulässigen Abrechnungsposten auf. Das bestätigt auch die Mieterhilfe der Stadt Wien gegenüber "ORF Wien".

MieterHilfe der Stadt berät Wienerinnen und Wiener kostenlos. Auch die Wiener Mietervereininung steht mit Rat und Tat zur Seite.  | Foto: Manfred Sebek
  • MieterHilfe der Stadt berät Wienerinnen und Wiener kostenlos. Auch die Wiener Mietervereininung steht mit Rat und Tat zur Seite.
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"Wenn die Gesamtmiete gestiegen ist, achten Mieter verständlicherweise verstärkt auf jede Position. Das ist auch sinnvoll, denn wir entdecken immer wieder Fehler in den Betriebskostenabrechnungen", erklärt Christian Bartok, Leiter der Mieterhilfe im Gespräch mit "ORF Wien". So schleichen sich Kostenpunkte wie das Schleifen des Kamins ein, die eigentlich vom Vermietenden zu tragen sind. 

Nachzahlungen möglich

Bartok fordert Mieterinnen und Mieter dazu auf, im Fall des Verdachts, dass ein solcher Fehler vorliegt, so bald wie möglich eine Beratung aufzusuchen. Sollten die Betriebskosten tatsächlich falsch berechnet worden sein, dann kann kostenlos ein Antrag gestellt werden. Das ist für Personen ohne das nötige Detailwissen allerdings nicht so einfach. Auch gehören je nach Wohnungstyp entsprechende Fristen zu beachten. 

Eine genaue Auseinandersetzung mit der eigenen Betriebskostenabrechnung kann sich auszahlen.  | Foto: moerschy/pixabay
  • Eine genaue Auseinandersetzung mit der eigenen Betriebskostenabrechnung kann sich auszahlen.
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Beratungsstellen können hier unterstützen und sicherstellen, dass das Ansuchen um Nachzahlung korrekt abgewickelt wird. Ein wichtiger erster Schritt für Mieterinnen und Mieter ist jedenfalls, ihre Betriebskostenabrechnung genau zu kontrollieren. Sollte eine genaue Aufschlüsselung nicht bekannt sein, können sie diese auch von ihrer Hausverwaltung oder Vermieter einfordern. 

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