Coronavirus
Öfter Gewalt gegen Frauen in Quarantäne

Frauen und Kinder brauchen gerade in Zeiten von Corona und in Quarantäne besonderen Schutz.
  • Frauen und Kinder brauchen gerade in Zeiten von Corona und in Quarantäne besonderen Schutz.
  • Foto: Kat J/Unsplash
  • hochgeladen von Elisabeth Schwenter

Der Alltag in Zeiten des Coronavirus gefährdet Frauen besonders. Das sei die Zeit, in der häusliche Gewalt steigen würde, warnt auch die Frauenhelpline gegen Gewalt.

WIEN. Viele Familien werden aufgrund des Coronavirus die nächste Zeit vermehrt zu Hause verbringen müssen. Das ist für alle eine Herausforderung, doch bei manchen ist es mehr als das. "Erfahrungsgemäß sind das auch Zeiten, in denen die familiäre Gewalt steigt", warnt die Frauenhelpline gegen Gewalt angesichts der aktuellen Situation. Erfahrungen dazu gebe es aus China, wo die Zahlen von häuslicher Gewalt seit Beginn der Quarantäne-Maßnahmen gestiegen seien.

"Wir sorgen dafür, dass Frauen und Kinder auch in dieser Zeit bestmögliche Unterstützung bekommen", so Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichischen Frauenhäuser und der Frauenhelpline gegen Gewalt. Die Frauenhelpline 0800/222 555 ist täglich 24 Stunden im Einsatz. Auch die Frauenhäuser sind rund um die Uhr erreichbar.

Was für Frauen zur Gefahr werden kann

Gasthäuser, Sportplätze und manche Arbeitsplätze sind seit Beginn der Woche geschlossen. Rösselhumer befürchtet, dass nun viele Probleme auf den Rücken von Kindern und Frauen ausgetragen würden. Auch Situationen, in denen Gewalttäter zum Beispiel arbeitslos werden und den ganzen Tag mit ihren Familien zusammenleben, würden vermehrt zu Konflikten führen. Grundsätzlich gehe man auch davon aus, dass sich die freien Plätze in den Frauenhäusern in nächster Zeit verringern würden - dann müssten weitere Quartiere für Frauen in Notlagen geschaffen werden.

Auch Nachbarn seien angesichts der aktuellen Lage dazu aufgerufen, wachsam zu sein und Zivilcourage zu zeigen, wenn sie verdächtige Geräusche aus den benachbarten Wohnungen mitbekommen.

Um die Arbeit der Frauenhelpline gegen Gewalt fortsetzen zu können, bittet diese außerdem um Spenden.

Wichtige Telefonnummern

  • Nummer der Polizei: 133 oder 112
  • Bei akuter Gewalt muss die Polizei verständigt werden. SMS an: 0800 133 133 (auch Notruf für Gehörlose)
Autor:

Elisabeth Schwenter aus Penzing

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