Stadternte Wien
Eine neue Marke unterstützt Wiens Landwirte
- Bürgermeister Michael Ludwig präsentierte die neue Marke "Stadternte Wien".
- Foto: C.Jobst/PID
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Wien ist eine Weltstadt. Und zugleich irgendwie auch ein Dorf. So ist Wien eine der wenigen Millionenstädte der Welt, die über eine nennenswerte landwirtschaftliche Produktion im Stadtgebiet verfügt. Diese bekommt jetzt eine eigene Marke.
WIEN. Rund 15 Prozent der Fläche Wiens werden von 645 Betrieben agrarisch genutzt, wobei der Weinanbau sicherlich der bekannteste Zweig ist. Aber von den rund 5.700 Hektaren landwirtschaftlicher Nutzfläche in Wien wird der größte Teil – rund 4.330 Hektar – für den Anbau von Ackerfrüchten wie Getreide genutzt.
So ernten die Wiener Landwirte jedes Jahr mehr Brotgetreide als Salzburg, Tirol und Vorarlberg zusammen. Auch beim Gemüseanbau braucht sich die Hauptstadt Österreichs nicht zu verstecken. Rund 70.000 Tonnen Frischgemüse werden zum größten Teil in Glashäusern gezogen, die das Stadtbild in Bezirken wie Liesing, Simmering oder der Donaustadt prägen.
- In großen Glashäusern wächst Wiens Gemüse.
- Foto: Berger
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Damit wächst ein Drittel der Gemüsemenge, die in Wien gebraucht wird, auch innerhalb der Stadt. Das wird jetzt auch mit einem sichtbaren Zeichen gewürdigt.
Mit der "Stadternte Wien" ist nun die Kennzeichnung hochwertiger landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus Wien möglich. Die neue Regionalmarke wurde von der Landwirtschaftskammer Wien mit der Agentur Magistris entwickelt und am 11. Mai 2021 gemeinsam mit Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ), Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) und LK-Präsident Franz Windisch im Arkadenhof des Wiener Rathauses präsentiert.
Herkunft und Qualität im Mittelpunkt
Der Fokus der neuen Regionalmarke liegt auf hoher Qualität und Wiener Herkunft. Die Grundlage bilden staatlich geprüfte Qualitäts- und Herkunftssicherungssysteme. Es dürfen damit nur Produkte gekennzeichnet werden, die auf Wiener Boden gewachsen sind.
- Die Wiener Landwirte sind stolz auf ihre Leistung.
- Foto: Berger
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Mit der Marke sieht man nun auf den ersten Blick, dass es sich um ein regionales Produkt handelt, das aus der unmittelbaren Nachbarschaft der Wiener stammt. Getragen wird die Marke von den landwirtschaftlichen Betrieben Wiens, die die Stadt mit frischen Lebensmitteln versorgen: Ab-Hof, auf den Märkten oder bei den Wiener Heurigen – der Weg vom Feld in den Einkaufskorb könnte kaum kürzer sein.
- Auch in Hofläden wird das frische Gemüse angeboten.
- Foto: Berger
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"Mit der neuen Regionalmarke ’Stadternte Wien', die den Fokus auf Qualität und Wiener Herkunft richtet, wird der nachhaltige Einkauf für alle Wienerinnen und Wiener noch einfacher!“, so Bürgermeister Michael Ludwig.
"Regional produzierte Lebensmittel sind durch die kurzen Transportwege ein besonders wichtiger Beitrag zum Klimaschutz", betont Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorsky. "Die Wiener Landwirtschaft hat dabei – vom Gemüse bis hin zu Wein und Bier – eine große Vielzahl an Produkten zu bieten, die im Stadtgebiet produziert werden können und sehr frisch auf den Tisch kommen!"
645 Landwirtschaftliche Betriebe
Die Wiener Stadt-Landwirtschaft verteilt sich auf die Bezirke Favoriten, Simmering, Döbling, Floridsdorf, Donaustadt und Liesing. Unter den 645 Wiener Landwirtschaftsbetrieben sind 207 Gartengemüsebaubetriebe, 197 Weinbaubetriebe, 161 Ackerbaubetriebe, 80 Gartenbaubetriebe für Blumen und Zierpflanzen, 16 Tierhaltungsbetriebe, 12 Feldgemüsebaubetriebe, acht Obstbaubetriebe und drei Forstbetriebe.
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Rund 4.300 Hektar der 5.700 Hektar Wiener Landwirtschaftsflächen ist Ackerland. 543 Hektar werden für Gartenbau – vor allem für die Gemüseproduktion – genutzt. Auf 637 Hektar, einer Fläche so groß wie die Bezirke Mariahilf, Neubau, Josefstadt und Alsergrund gemeinsam, wird der weltberühmte Wiener Wein angebaut.
Über 200 Gemüsebaubetriebe in Wien
Wien hat auch hier eine Sonderstellung, denn die lebenswerteste Stadt der Welt setzt seit jeher auf regionale Gemüseproduktion. In Wien gibt es 207 Gemüsebaubetriebe, vorwiegend in den Bezirken Simmering, Donaustadt und Floridsdorf. Dabei handelt es sich meist um kleine Familienbetriebe, die rund 40 verschiedenen Sorten Gemüse anbauen.
- Liebevoll kümmern sich Wiens Landwirte um ihre Produkte.
- Foto: Berger
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Die Hauptkulturen sind Paradeiser, Gurken, Paprika und werden im Glashaus produziert und fast täglich in der Saison von den Gärtnerfamilien geerntet. Insgesamt wurden so im letzten Jahr 73.402 Tonnen Gemüse in der Stadt produziert: "Die Wiener Gemüsegärtnerinnen und Gemüsegärtner sind für unsere Stadt von großer Bedeutung. Als einzige Millionenstadt weltweit können wir uns während der Saison mit Gemüse selbst versorgen", so Czernohorszky.
Die Betriebe der Marke präsentieren sich auf www.stadternte.wien und zeigen dort Informationen zu den Produkten und wo diese erhältlich sind.
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