Haus Otto Pendl Wiener Neustadt
Mehr als Pflege, ein lebendiger Treffpunkt für alle Generationen
- Arbeiter-Samariter-Bund-Geschäftsführer Reinhard Hundsmüller, Pflegedienstleiterin Elke Schürer, Heimleiterin Andrea Ecker, Operative Leiterin Pflege Christine Ecker und ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger.
- Foto: Stadt Wiener Neustadt/Maurer
- hochgeladen von Kathrin Schauer
Ende Juni 2024 wurde es in Wiener Neustadt feierlich eröffnet. Nun gibt es in diesem Haus bereits viele Geschichten zu erzählen: Das ist das Pflegekompetenzzentrum „Haus Otto Pendl“.
WIENER NEUSTADT. (Red.) Die Stadt Wiener Neustadt feierte 2024 die Eröffnung des Pflegekompetenzzentrums „Haus Otto Pendl“ des Arbeiter-Samariter-Bundes in der Merbotogasse 61. Seither hat sich viel getan: Denn das Zentrum ist weit mehr geworden als ein Ort der Pflege und Betreuung. Es wurde zu einem Ort der Begegnung, der Gemeinschaft und des Austauschs. Im Haus kommen unterschiedliche Generationen und Lebenswelten zusammen: Menschen, die Pflege und Unterstützung benötigen, selbstbestimmte Seniorinnen und Senioren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ehrenamtliche, Kinder etwa vom benachbarten Kindergarten, Angehörige, Vereine, Institutionen sowie Bürgerinnen und Bürger aus der Nachbarschaft. Vor kurzem stattete ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger dem Zentrum einen Besuch ab.
„Das ‚Haus Otto Pendl‘ hat sich zu einem lebendigen Generationentreffpunkt in der Fischelkolonie etabliert. Jung und Alt, Groß und Klein – in dem Haus gehen tagtäglich zahlreiche Menschen ein und aus, was mich sehr freut. Denn aus den ersten Plänen, das Zentrum in die Nachbarschaft zu integrieren, ist Wirklichkeit geworden. Bei meinem Besuch habe ich mich davon selbst überzeugen dürfen. Vom Haus an sich, aber vor allem von den vielen Möglichkeiten, die den Bewohnerinnen und Bewohnern geboten werden: Von einem Friseur, dem Besuch in der Kapelle, zahlreichen Aktivitäten, Besuche der Kindergartenkinder oder der Anrainerinnen und Anrainer. Besonders gut angenommen wird das Bistro, wie mir erzählt wurde. Kurzum: Das ‚Haus Otto Pendl‘ ist für die Stadt Wiener Neustadt ein Paradebeispiel für gelebtes Miteinander, Respekt und Pflege“, so Bürgermeister Klaus Schneeberger.
„Wir sind dankbar, dass unser Haus von der Nachbarschaft so gut angenommen wird, und möchten diese Verbindung weiter stärken. Unser Ziel ist es, ein offenes Haus zu sein und zu bleiben – mit vielen Möglichkeiten für die Menschen im Haus und für die Menschen rundherum. Deshalb freuen wir uns auch darauf, bestehende Kontakte zu Vereinen und Institutionen in Wiener Neustadt weiter auszubauen und neue Begegnungen und Kooperationen entstehen zu lassen“, so Heimleiterin Andrea Ecker.
Ein Haus, viele Möglichkeiten
Im Pflegekompetenzzentrum Wiener Neustadt West – dem „Haus Otto Pendl“ – steht der Mensch im Mittelpunkt. Das Haus bietet nicht nur Pflege und Betreuung, sondern ist ein Ort des Wohnens, der Begegnung, der Aktivität und des Miteinanders – für die Bewohnerinnen und Bewohner ebenso wie für selbstbestimmte Seniorinnen und Senioren, Angehörige, Ehrenamtliche, Gäste und die Menschen aus der Nachbarschaft.
In vier Wohngruppen leben insgesamt 72 Bewohnerinnen und Bewohner. Jede Wohngruppe verfügt über einen eigenen Speiseraum und ein Wohnzimmer, die zum gemeinsamen Essen, Plaudern und Verweilen einladen. Ein besonderes Highlight ist der Demenzgarten: ein geschützter, abwechslungsreicher Außenbereich zum Spazieren, Flanieren und Genießen.
Selbstbestimmt wohnen
Zum Haus gehören auch zehn Wohnungen im Rahmen des begleitbaren Wohnens. Die rund 55 bis 62 m² großen 2-Zimmer-Wohnungen mit eigener Dachterrasse richten sich an selbstbestimmte Seniorinnen und Senioren, die eigenständig wohnen und bei Bedarf Unterstützung in Anspruch nehmen möchten. Durch die unmittelbare Verbindung zum Pflegekompetenzzentrum entstehen viele Möglichkeiten, am Gemeinschaftsleben teilzunehmen. Über einen individuellen Betreuungsvertrag mit dem Samariterbund können unter anderem Beratung, Aktiv- und Gedächtnistraining, Gymnastik, Ausflüge und Spielenachmittage sowie zusätzliche Dienstleistungen wie Einkaufshilfe, Friseur oder Verpflegung genutzt werden. So verbindet das begleitbare Wohnen Selbstständigkeit mit Gemeinschaft und schafft eine besondere Form des Miteinanders.
Gemeinsam aktiv und gemeinsam feiern
Für Abwechslung sorgt die Seniorenanimateurin mit einem vielfältigen Beschäftigungsprogramm und zahlreichen Veranstaltungen. Ob Faschingsfest, Oktoberfest, Weihnachtsfeier oder andere gemeinsame Aktivitäten – im Haus wird gerne gefeiert und miteinander Zeit verbracht. Eine wertvolle Unterstützung sind dabei die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Sie kommen zum Beispiel mit ihren Hunden zu Besuch, gestalten Lesestunden oder bieten Aktiv- und Gedächtnistraining an. Ihre Zeit, ihre Talente und ihr persönliches Engagement bereichern den Alltag ganz wesentlich.
Ein Haus, das sich nach außen öffnet
Das Pflegekompetenzzentrum soll kein abgeschlossener Ort sein, sondern ein lebendiger Teil des Stadtteils. Eine wichtige Verbindung zur Nachbarschaft ist das öffentliche Bistro. Von Montag bis Sonntag gibt es ein Mittagsmenü um 7,70 Euro mit Suppe, Hauptspeise und Dessert – jeweils mit einer Fleischspeise und einer vegetarischen Alternative. Die Menüs können auch vorbestellt und abgeholt werden. Auch saisonale Angebote wie Eis, Spareribs, Ganslessen oder Heringsschmaus stehen nach Vorbestellung allen Interessierten offen. „Dass diese Angebote von der Bevölkerung so gut angenommen werden, zeigt uns, dass unser Haus in der Nachbarschaft angekommen ist“, freut sich Heimleiterin Andrea Ecker.
Darüber hinaus verfügt das Haus über einen Salon für Friseur und Fußpflege sowie zwei Seminarräume. Diese können auch von externen Personen und Organisationen für Seminare, Firmenveranstaltungen oder Familienfeiern genutzt werden. Dank der hauseigenen Frischküche können Veranstaltungen auch kulinarisch begleitet werden.
Wenn Generationen aufeinandertreffen
Eine besonders schöne Verbindung besteht zum Kindergarten in unmittelbarer Nachbarschaft. So gibt es regelmäßige Besuche der Kinder, gemeinsames Singen oder spontane Begegnungen im Garten, die immer wieder für besondere Momente sorgen. „Wenn Kinder und ältere Menschen gemeinsam lachen, singen oder einfach Zeit miteinander verbringen, entsteht eine Begegnung, die für beide Seiten bereichernd ist“, erzählt Heimleiterin Andrea Ecker und weiter: „Auch der Fußballplatz neben unserem Haus gehört zu unserem Alltag. Die Bewohnerinnen und Bewohner beobachten gerne die Spiele und verfolgen das Geschehen auf dem Platz. So wird auch der Sportplatz zu einem Stück gelebter Nachbarschaft.“
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